UN-Berichterstatterin Albanese bleibt bei scharfer Kritik an Israel

    Keystone-SDA
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    Genève,

    Francesca Albanese, UN-Sonderberichterstatterin für Menschenrechte in Palästina, wird bedroht und kritisiert.

    Gaza
    Im Gazastreifen leiden viele Menschen an Hunger. Nur wenig Hilfsgüter kommen in das Gebiet. (Archivbild) - keystone

    Die UN-Sonderberichterstatterin für die Lage der Menschenrechte in den besetzten palästinensischen Gebieten, Francesca Albanese, wird wegen ihrer scharfen Kritik am israelischen Militäreinsatz im Gazastreifen nach eigenen Angaben bedroht. Nichts davon schüchtere sie aber ein, sagte die italienische Juristin und Menschenrechtsexpertin am Freitag in Genf. Sie hat dem UN-Menschenrechtsrat gerade einen Bericht vorgelegt, in dem sie Israel Völkermord vorwirft.

    Sie bezeichnete Israel wegen der Behandlung von Palästinensern als Apartheid-Staat. Die israelische Regierung wirft ihr vor, sie wolle das Existenzrecht Israels infrage stellen. Diplomatische Vertreter anderer Staaten kritisieren ihre starke Präsenz in sozialen und anderen Medien neben ihrer Rolle als Sonderberichterstatterin.

    Kritik bestärkt ihren Einsatz

    In diesen Medien kritisiert sie stets Israels Vorgehen scharf. Auf die Frage, ob die Kritik sie zum Aufgeben bringen könnte, antwortete Albanese: «Absolut nicht! Das wird nie passieren.» Die Kritik mache sie zwar wütend, bestätige sie aber nur darin, ihre Arbeit fortzusetzen.

    «Menschenrechtsarbeit bedeutet, die Stimme der Menschen zu Gehör zu bringen, die nicht gehört werden», sagte sie. Ihre Botschaft bleibe klar: «Nichts rechtfertigt, was Israel im Gazastreifen tut.» Sie hatte in ihrem Bericht ein Waffenembargo gegen Israel und Sanktionen verlangt.

    Forderung nach Waffenembargo

    Sie begründete dies damit, dass Israel nach ihrer Überzeugung mit dem Gaza-Krieg mit inzwischen mehr als 30'000 Toten das humanitäre Völkerrecht verletzt. Etwa durch die kollektive Bestrafung der Palästinenser, die nicht mehr genug zu essen haben. Und die wegen der Angriffe auf Krankenhäuser kaum noch ärztlich versorgt werden können.

    UN-Sonderberichterstatter sind unabhängige Expertinnen und Experten. Der UN-Menschenrechtsrat ernennt sie, um Berichte zu bestimmten Themen oder Ländern vorzulegen. Sie arbeiten unentgeltlich und sind nicht Teil der Vereinten Nationen.

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