Ukraine setzt Russland mit Drohnen unter Druck

Esada Kunic
Esada Kunic

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Die Ukraine intensiviert ihre Langstreckenangriffe auf Russland. Selenskyj zufolge sinkt die russische Ölverarbeitung spürbar.

Selenskyj ukraine
Selenskyj betont: Die Ukraine schickt den Angriffskrieg zurück nach Russland. - keystone

Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die Wirkung der jüngsten Drohnenangriffe der Ukraine gegen Russland in den Vordergrund gerückt, berichtet der «Tagesspiegel». «Wir schicken den russischen Angriffskrieg zurück nach Hause, an den einzigen Ort, von dem aus der Krieg gekommen ist.»

Selenskyj verwies dabei auf die stark gestiegene Zahl ukrainischer Langstreckendrohnenangriffe auf russischem Gebiet. Hunderte solcher Angriffe seien täglich keine Sensation mehr, stellte er laut «finanznachrichten.de» fest.

Wird Russland den Krieg in der Ukraine verlieren?

Nach Geheimdienstangaben der Ukraine sank die russische Erdölverarbeitung in den vergangenen Monaten um rund zehn Prozent. Russische Ölkonzerne seien zudem gezwungen, Bohrlöcher stillzulegen, was nur unter grössten Schwierigkeiten rückgängig zu machen sei, berichtete der «Tagesspiegel».

Haushaltslöcher bis in die Provinzen

Selenskyj zufolge hinterlasse dieser Druck auch deutliche Spuren im russischen Staatshaushalt. Laut «Euronews» schrumpfte Russlands Wirtschaft im ersten Quartal 2026 erstmals seit Anfang 2023.

Die finanziellen Probleme haben nach Medienberichten inzwischen auch die russischen Regionen erreicht, wie der «Tagesspiegel» berichtet. Das Gesamtdefizit der Provinzen stieg bis Ende 2025 auf einen Rekordwert von umgerechnet mehr als 14,6 Milliarden Franken.

Selenskyj stützte seine Aussagen auf Berichte seiner Geheimdienste zur Lage in Russland, deren Details er bewusst nicht weiter ausführen wollte. Rund 40 Prozent der russischen Staatsausgaben entfallen laut dem «Tagesspiegel» auf Militär, Rüstung, Sicherheit und Polizei.

Krieg in Ukraine treibe Russland in den Bankrott

«Putin treibt Russland in den Bankrott», sagte Selenskyj weiter. Zahlreiche Regionen des Landes befänden sich bereits in finanzieller Notlage, wird er vom «Tagesspiegel» zitiert.

Selenskyj ukraine
Die Ukraine greift täglich mit Hunderten Drohnen russische Infrastruktur an. Präsident Selenskyj sieht den Kreml finanziell unter Druck. - keystone

Der ukrainische Finanzminister Serhij Martschenko forderte unterdessen am Rande des G7-Finanzministertreffens in Paris verschärfte Sanktionen gegen Moskau.

Er erklärte laut «ZDF heute», die Ukraine versuche die russische Wirtschaft gezielt zu schwächen. Dafür würden insbesondere Ölraffinerien und wichtige Infrastruktur angegriffen.

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Kommentare

User #9916 (nicht angemeldet)

Den grossen Nachbarn unter Druck setzen ist vielleicht nicht die beste Lösung. 😂

User #6151 (nicht angemeldet)

Kümmert er sich eigentlich auch um sein eigenes Volk? Das wird doch absehbar wieder Folgen für sein Volk haben.

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