Ukraine setzt erneut Lager von Versandhändler in Brand

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Russland,

Bei neuen ukrainischen Drohnenangriffen auf Zentren des grössten russischen Online-Versandhändlers sind laut Behörden mindestens acht Menschen verletzt worden.

ARCHIV - Langstreckendrohnen des Typs An-196 Ljutyj stehen vor dem Start in einer Reihe an einem ungenannten Ort in der Ukraine. Foto: Evgeniy Maloletka/AP/dpa
ARCHIV - Langstreckendrohnen des Typs An-196 Ljutyj stehen vor dem Start in einer Reihe an einem ungenannten Ort in der Ukraine. Foto: Evgeniy Maloletka/AP/dpa - Keystone/AP/Evgeniy Maloletka

Getroffen worden seien diesmal Logistikzentren in Krasnodar und Newinnomyssk im Süden Russlands, teilte die Gründerin der Firma Wildberries, Tatjana Kim, bei Telegram am Morgen mit. In sozialen Netzwerken kursierten nicht überprüfte Aufnahmen, die die Grossbrände zeigen sollen.

Einsatzkräfte teilten mit, dass im Lager von Krasnodar drei Menschen verletzt worden seien. Der Gouverneur der Region Stawropol, Wladimir Wladimirow, sprach von fünf Verletzten bei dem Brand in Newinnomyssk. Die Zeitung «Kommersant» berichtete auf Grundlage von Expertenschätzungen, dass inzwischen etwa sieben Prozent der Wildberries-Lagerkapazitäten nicht mehr nutzbar seien.

In den vergangenen Tagen hatte die Ukraine auch Wildberries-Logistikzentren im Moskauer Gebiet und in der Region Tambowsk in Brand gesetzt. Dabei starben insgesamt acht Menschen, Dutzende wurden verletzt. Russische Ermittler warfen der Ukraine vor, mit Terroranschlägen zivile Objekte unter Beschuss zu nehmen. Auch Russland hatte Logistikzentren in der Ukraine angegriffen.

Kremlsprecher Dmitri Peskow sagte am Dienstag – erst Tage nach den tödlichen Angriffen -, dass die Lage für den Versandhändler und seine Kunden nicht einfach sei. Viele kleine und mittelständische Betriebe nutzen die Logistikzentren als Depots für ihre Waren und zahlen dafür Miete an Wildberries, etliche von ihnen sehen nun ihre Existenz bedroht.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte die Angriffe verteidigt – als Ziele in Kiews Abwehrkampf gegen den russischen Angriffskrieg. Selenskyj behauptete, dass dort mit Sanktionen des Westens belegte Güter gelagert seien, die sowohl für zivile als auch für militärische Zwecke genutzt werden könnten. Russische Kommentatoren meinten, dass die Ukraine so vor allem versuche, Widerstand in der Gesellschaft gegen den Krieg von Kremlchef Wladimir Putin zu schüren.

Kremlsprecher Peskow wies zurück, dass Wildberries-Lager zur Versorgung des russischen Militärs genutzt würden. «Das Kiewer Regime setzt seine Schläge gegen zivile Objekte fort, darin liegt der Terrorcharakter des Kiewer Regimes», sagte er. Die Ukraine verteidigt sich seit mehr als vier Jahren gegen Moskaus Angriffskrieg – auch mit Drohnenangriffen auf russische Ziele.

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Kommentare

User #1109 (nicht angemeldet)

Sie schützen sich und darum ist sowas auch ein Schutz gegen Kriegsmaterial, welches dort gelagert wird!

User #1504 (nicht angemeldet)

In diesen Zenter arbeitet ja kein Militär. Also nimmt die Ukraine ganz bewusst und konktet immer weniger Rücksicht auf Privatpersonen. Ganz, ganz dumme Taktik!

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