Tschernobyl

Tschernobyl: Anlage für abgebrannte Brennelemente getroffen

Keystone-SDA
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Ukraine,

Bei einem russischen Drohnenangriff ist nach ukrainischen Angaben ein Gebäude des zentralen Lagers für abgebrannte Brennelemente in der Zone um das stillgelegte Atomkraftwerk Tschernobyl getroffen worden. Das Gebäude für die Annahme von Behältern sei bei dem Angriff in der Nacht teilweise zerstört worden, teilte der Staatskonzern Energoatom mit. Es sei dort kein abgebrannter Kernbrennstoff gelagert worden. Die Strahlenwerte lägen innerhalb der festgelegten Grenzwerte, hiess es.

ARCHIV - Eine schwere Explosion hat am 26.04.1986 den Reaktorblock II des Kernkraftwerks in der Ukraine zerstört. Foto: dpa
ARCHIV - Eine schwere Explosion hat am 26.04.1986 den Reaktorblock II des Kernkraftwerks in der Ukraine zerstört. Foto: dpa - Keystone/dpa

Ein Feuer habe sich auf einer Fläche von 40 Quadratmetern ausgebreitet; es sei gelöscht worden, teilte das Unternehmen weiter mit. In dem zentralen Lager in der Sperrzone um das vor 40 Jahren havarierte AKW Tschernobyl werden abgebrannte Brennelemente aus anderen ukrainischen Kernkraftwerken langfristig gelagert.

Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) teilte mit, dass sie von ukrainischer Seite über die «erheblichen Schäden» an dem Gebäude informiert worden sei. Betroffen sind demnach die Fassade, die Fenster und Türen. Auch benachbarte Gebäude seien durch die Druckwelle in Mitleidenschaft gezogen. Ein IAEA-Team werde die Anlage in Kürze besuchen, um die Auswirkungen zu begutachten, teilte die Behörde mit.

IAEA-Generaldirektor Rafael Grossi erklärte bei X, der Vorfall sei äusserst besorgniserregend, da er sich in einer Liegenschaft ereignet habe, wo grosse Mengen an Kernmaterial gelagert seien – nur wenige Meter vom angegriffenen Gebäude entfernt. Angriffe auf kerntechnische Anlagen seien völlig inakzeptabel und verstiessen direkt gegen zentrale Grundsätze der nuklearen Sicherheit während eines militärischen Konflikts, sagte Grossi.

Im Zuge des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine, der seit mehr als vier Jahren andauert, kam es bereits mehrfach zu Zwischenfällen auch an Kernkraftwerken. Besonders betroffen von den Kämpfen ist das AKW Saporischschja im Süden.

Am 26. April 1986 war in der damaligen Sowjetrepublik Ukraine ein Test im AKW Tschernobyl ausser Kontrolle geraten, und es trat der grösste anzunehmende Unfall (GAU) ein. Radioaktive Wolken breiteten sich abgeschwächt bis nach Nord- und Westeuropa aus.

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Kommentare

User #9833 (nicht angemeldet)

in Tschernoby gab es dazumal keine Strahlentote. Zunamitote und viele Stresstote. Also ist dieser Dronen angriff auf diese abgebrannten Stäbe nicht schlimm

User #5892 (nicht angemeldet)

Rowno 4 Reaktoren und Khmelnitsky 2 Reaktoren in der Ukraine. Die Russen sind erneut so blöd und sprengen die an Russland am nächsten gelegenen AKWs und nicht die AKWs bei Polen!

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