Trump will Iran für Schiffsschäden haftbar machen

    Esada Kunic
    Esada Kunic

    USA,

    Neue Eskalation im Hormus-Streit: Trump will Iran für beschädigte Handelsschiffe zur Kasse bitten – mit dessen eigenem Geld.

    iran trump hormus
    Trump fordert, dass Iran für alle Schäden an Handelsschiffen aufkommt – bezahlt mit Geldern, die die USA kontrollieren. - keystone

    Inmitten des eskalierenden Konflikts um die Strasse von Hormus hat US-Präsident Donald Trump eine neue Drohkulisse aufgebaut.

    Schäden an Handelsschiffen sollen künftig mit iranischen Geldern beglichen werden, die Washington kontrolliert, wie der «ORF» berichtet.

    Ist es gerechtfertigt, dass Trump eingefrorene iranische Gelder zur Entschädigung von Schiffsschäden verwendet?

    Trump verkündete die Massnahme in der Nacht auf seiner Plattform Truth Social und bezeichnete sie als «faire und gerechte Vorgehensweise». Das gilt auch dann, wenn die Entschädigungssummen erheblich ausfallen sollten.

    Iran warnt vor gefährlichem Präzedenzfall

    Der iranische Aussenminister Abbas Araghtschi reagierte umgehend mit scharfer Kritik auf der Plattform X.

    Die Beschlagnahmung von Vermögenswerten zur Begleichung künftiger, unverbundener Forderungen sei ein «brandgefährlicher Präzedenzfall», schrieb er, wie «T-Online» berichtet.

    Araghtschi richtete seine Warnung dabei auch an andere Länder weltweit. «Sobald Regierungen die Beschlagnahmung zur Normalität machen, sind die Vermögenswerte von niemandem mehr sicher», so der Aussenminister.

    Rechtliche Grundlage bleibt offen

    Wie Trump seine Ankündigung rechtlich begründen und umsetzen will, ist bislang vollkommen unklar.

    Der US-Präsident bezog sich nach Einschätzung von «ZDFheute» offensichtlich auf eingefrorene iranische Vermögenswerte, ohne dies explizit zu nennen.

    Der Iran-Krieg war Anfang Juli erneut eskaliert, nachdem iranische Streitkräfte Handelsschiffe in der Strasse von Hormus beschossen hatten. Seit Tagen greifen US-Streitkräfte Ziele im Iran an, um weitere Attacken auf Seeleute zu verhindern, berichtet der «ORF».

    Iran trotzt Trump – US-Angriffe gehen weiter

    In der Nacht auf Freitag führte das US-Militär erneut Angriffe auf iranische Stellungen durch. Es war der 13. Angriff in Folge, wie «ZDFheute» meldet.

    iran trump
    Mitten im andauernden Konflikt kündigt Trump an, dass Iran künftig für alle Schäden an Schiffen und Frachtgut aufkommen muss. - keystone

    Auch aus der Region der Insel Gheschm und der Stadt Bandar Abbas wurden Explosionen gemeldet.

    Trump nannte die für den globalen Ölhandel entscheidende Meerenge in seinem Post nicht explizit. Die Strasse von Hormus gilt als eines der wichtigsten Nadelöhre des weltweiten Energiehandels.

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    Kommentare

    User #4022 (nicht angemeldet)

    Wenn Trump diesen stupiden und sinnlosen Krieg gegen den Iran nicht angezettelt hätte, gäbe es in der Strasse von Hormuz keine Angriffe gegen Schiffe. Nach dem Verursacherprinzip müsste also Trump bezahlen.

    User #1912 (nicht angemeldet)

    Trump will, Trump dies, Trump das... also alle die sich bereichern können oder bodenlos dumm sind, lieben ihn....alle anderen wissen es besser

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