Trump und die USA wollen Viktor Orbán offenbar als UN-Chef
Trump und die USA bringen Viktor Orbán offenbar als UN-Generalsekretär ins Spiel. Russland und China sollen die Idee mittragen.

Die Regierung von Trump hat dem früheren ungarischen Regierungschef Viktor Orbán offenbar eine Kandidatur als UN-Generalsekretär nahegelegt, berichtet der «Tagesspiegel». Die USA wollen diese Kandidatur demnach ebenfalls aktiv unterstützen, eine endgültige Entscheidung steht aber noch aus.
Russland und China würden die Idee demnach unterstützen, Orbán solle ihr gemeinsamer Kandidat im Sicherheitsrat werden. Auch Orbán selbst sei sich bei einer Kandidatur noch nicht sicher.
Ein Vertreter des US-Aussenministeriums rechnet laut der «Berliner Zeitung» mit acht Stimmen im Sicherheitsrat für Orbán. Insgesamt seien sogar zehn der 15 Stimmen im Gremium erreichbar, sagte der Beamte der Zeitung.
Trump und die USA setzen auf einen alten Verbündeten
Trump steckt laut «T-Online» derzeit mitten im Wahlkampf für die anstehenden Zwischenwahlen in den USA. Orbán gilt dem Portal zufolge seit Jahren als enger Verbündeter des US-Präsidenten und dessen Maga-Bewegung.
Vor der ungarischen Wahl im April hatte Trump Orbán unterstützt, Vizepräsident JD Vance machte für ihn Wahlkampf, so der «Tagesspiegel». Orbán unterlag dennoch dem heutigen Premier Péter Magyar, wobei die Zeitung jahrelange Korruption in Ungarn als Grund nennt.
Orbán stellte sich laut «T-Online» in der EU mehrfach gegen neue Russland-Sanktionen wegen des Ukraine-Kriegs. Der Sicherheitsrat schlägt einen Kandidaten vor, danach muss die Generalversammlung diesen zum neuen UN-Chef wählen, erläutert das Portal.
Hürden im Sicherheitsrat
Ein Kandidat benötigt mindestens neun der 15 Stimmen im Sicherheitsrat, hält der «Tagesspiegel» fest. Als ständige Mitglieder könnten Grossbritannien und Frankreich zudem ein Veto gegen Orbán einlegen.

Die Amtszeit von António Guterres endet am 31. Dezember, und bislang hat sich kein Kandidat als konsensfähig erwiesen. Bei den Probeabstimmungen im Sicherheitsrat erhielten alle Bewerber mindestens zwei Nein-Stimmen von ständigen Mitgliedern.
Die meisten Stimmen erhielt bislang die costa-ricanische Handelspolitikerin Rebeca Grynspan. Vergangene Woche stieg zudem die emiratische Diplomatin Lana Nusseibeh in das Rennen um die Nachfolge ein.












