Trump: Raketenangriffe, falls sich Iran dem Uran nähern sollte

Keystone-SDA
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USA,

US-Präsident Donald Trump hat die Bedeutung des wohl im Iran verschütteten hochangereicherten Urans heruntergespielt. Irans Atomanlagen seien bei den Luftangriffen im Juni vergangenen Jahres so hart getroffen worden, dass es Monate dauern würde, um auch nur in die Nähe des Urans zu gelangen, sagte er. Man beobachte dies mit Hilfe von Satelliten intensiv. Wenn man auch nur die geringste Bewegung der Iraner bemerke, würden sie «sehr hart» mit Raketen getroffen werden, sagte Trump im Weissen Haus in einer Rede an die Nation. Die USA hielten alle Karten in der Hand, die Iraner hätten keine Handlungsmöglichkeiten, sagte er.

dpatopbilder - US-Präsident Donald Trump spricht über den Iran-Krieg in der Cross Hall des Weißen Hauses  in Washington. Foto: Alex Brandon/AP Pool/AP/dpa
dpatopbilder - US-Präsident Donald Trump spricht über den Iran-Krieg in der Cross Hall des Weißen Hauses in Washington. Foto: Alex Brandon/AP Pool/AP/dpa - Keystone/AP Pool/Alex Brandon

Das hochangereicherte Uran, das sich sehr tief unter Irans Atomanlagen befinden soll, nannte Trump dabei nicht direkt. Stattdessen sprach er von «nuklearem Staub» – einen Begriff, den er bereits zuvor für Irans Uran-Vorrat genutzt hatte.

Seit Tagen gibt es Berichte über eine mögliche Bodenoffensive des US-Militärs im Iran. Das «Wall Street Journal» etwa hatte jüngst unter Berufung auf US-Beamte berichtet, Trump prüfe zurzeit, wie gefährlich ein Militäreinsatz zur Bergung des Urans für die dafür nötigen Bodentruppen wäre.

Bevor Israel und die USA im Juni vergangenen Jahres Luftangriffe auf den Iran geflogen und dabei auch drei Atomanlagen bombardiert hatten, verfügte das Land nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) über mehr als 400 Kilogramm Uran mit einem Reinheitsgrad von 60 Prozent. Für den Bau von Atomwaffen sind mehr als 90 Prozent nötig – eine solche weitere Anreicherung wäre jedoch weniger aufwendig.

Nach Einschätzung von IAEA-Chef Rafael Grossi dürfte sich das Uran hauptsächlich in unterirdischen Tunneln und Lagerstätten in den Atomanlagen in Isfahan und Natans befinden. Beide waren bereits im vergangenen Jahr bombardiert worden. Der Iran hat stets betont, sein Atomprogramm diene nur zivilen Zwecken und nicht der Entwicklung von Atomwaffen.

Kommentare

User #5404 (nicht angemeldet)

Oh, wieder sehr hart treffen? Er hat schon gesagt, er würde ganz hart, unglaublich hart zuschlagen. Diese Wortwahl ist schon so ausgelutscht, man merkt ihm wohl das Alter an. Und der Iran hat sein Uran schon lange weggebracht, er ist nicht mehr da wo die Amis gucken. Der Iran wusste vom Angriff und hat sicher nicht alles an einem Ort platziert und wohl noch eine Tafel dazu gestellt.

User #2073 (nicht angemeldet)

Da sich der Iran 40 Jahre lang auf diesen erwarteten Angriff vorbereiten konnte, sollte man an Ostern Überraschungseier für die Angreifer nicht völlig ausschliessen.

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