NATO

    Trump drängt Nato zu Hilfe bei Strasse von Hormus - und droht

    Keystone-SDA
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    USA,

    US-Präsident Donald Trump drängt im Iran-Krieg die Nato-Verbündeten mit drastischen Worten zur Unterstützung bei der Sicherung von Öltransporten in der wichtigen Strasse von Hormus.

    US-Präsident Donald Trump spricht zu Reportern an Bord der Air Force One. Foto: Mark Schiefelbein/AP/dpa
    US-Präsident Donald Trump spricht zu Reportern an Bord der Air Force One. Foto: Mark Schiefelbein/AP/dpa - Keystone/AP/Mark Schiefelbein

    Die Nato werde vor einer «sehr schlechten» Zukunft stehen, sollten US-Partner dabei nicht helfen, sagte Trump in einem kurzen Interview mit der «Financial Times». Sollte es «keine Reaktion geben oder sollte die Reaktion negativ ausfallen, wird dies, denke ich, sehr schlecht für die Zukunft der NATO sein», wurde Trump zitiert.

    In dem Zusammenhang erwähnte Trump in einem achtminütigen Gespräch demnach auch China. Peking sei wie Europa stark vom Öl aus der Golfregion abhängig, anders als die USA, wurde Trump weiter zitiert. Er könne ein in diesem Monat in China geplantes Gipfeltreffen mit Staatspräsident Xi Jinping verschieben. Es sei «nur angemessen, dass diejenigen, die von der Meerenge profitieren, dazu beitragen, dass dort nichts Schlimmes passiert», sagte Trump demnach weiter.

    Aus Peking gab es zunächst keine Reaktion auf Trumps Äusserung, wonach neben den USA auch andere Staaten Kriegsschiffe entsenden könnten, um die Strasse von Hormus sicher und offen zu halten. Trump hatte auf seiner Plattform Truth Social geschrieben, dass «hoffentlich» China, Frankreich, Japan, Südkorea, Grossbritannien und andere Länder Kriegsschiffe entsenden würden.

    Der Schiffsverkehr in der Meerenge, die sehr wichtig ist für den Transport von Öl und Flüssiggas, ist wegen drohender iranischer Angriffe praktisch zum Erliegen gekommen.

    Auf die Frage der «Financial Times», welche Hilfe er genau erwarte, habe Trump erwidert: «Was auch immer nötig ist». Er habe hinzugefügt, dass die Verbündeten Minensuchboote entsenden sollten, von denen Europa viel mehr besitze als die USA. Ausserdem wolle er «Leute, die einige böswillige Akteure an der (iranischen) Küste ausschalten», wurde der US-Präsident weiter zitiert.

    Bundeskanzler Friedrich Merz hatte am Freitag einem Militäreinsatz in der Strasse von Hormus eine Absage erteilt. Für ihn gebe es im Augenblick «keine Veranlassung, über eine militärische Absicherung der Seewege nachzudenken», sagte er. Deutschland sei nicht Teil dieses Kriegs «und wir wollen es auch nicht werden», betonte er.

    Kommentare

    User #6014 (nicht angemeldet)

    Wahrscheinlich setzt er die Zölle auf 200 %, wenn ihm keiner hilft. Das ist doch sein eiziges Mittel.

    User #2120 (nicht angemeldet)

    Mal sehen, wer als erstes Land in den orangen Hintern kriecht. Hoffe Europa und die NATO sind stark genug, sich nicht in diesen Krieg hinein reissen zu lassen. Die USA haben sich ganz grob verschätzt und wer ihnen hilft muss sich nicht wundern wenn ein neues „Bataclan“ in diesen Ländern ansteht.

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