Botschafter

    Südkoreas Präsident ernennt neuen Verteidigungsminister

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA

    Südkorea,

    Südkoreas Präsident Yoon Suk Yeol plant sein Amt offenbar nicht abzugeben. Er ernennt einen neuen Verteidigungsminister.

    Choi Byung Hyuk
    Choi Byung Hyuk ist der neue Verteidigungsminister Südkoreas. - keystone

    Südkoreas politisch schwer angeschlagener Präsident Yoon Suk Yeol hat infolge der von ihm ausgelösten Staatskrise einen neuen Verteidigungsminister ernannt.

    Das Rücktrittsangebot von Kim Yong Hyun wurde angenommen, der bisher in Saudi-Arabien stationierte Botschafter Choi Byung Hyuk als Nachfolger installiert, wie die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap berichtete. Die erste personelle Neubesetzung seit Verhängung des Ausnahmezustands deutet darauf hin, dass Yoon sein Amt als Staatsoberhaupt trotz des grossen öffentlichen Drucks nicht abgeben will.

    Der ehemalige Verteidigungsminister Kim war ein offener Befürworter der inzwischen zurückgenommenen Entscheidung des Präsidenten, das Kriegsrecht auszurufen. Manche sehen ihn gar als massgeblichen Strippenzieher hinter dem Beschluss. Kim hatte am Mittwoch öffentlich um Entschuldigung dafür gebeten, Aufruhr verursacht zu haben.

    Antrag auf Amtsenthebungsverfahren im Parlament

    Präsident Yoon hatte in der Nacht zu Dienstag überraschend das Kriegsrecht in Kraft gesetzt und es wenige Stunden später nach massivem politischem Widerstand wieder aufgehoben. Es war das erste Mal seit dem Übergang Südkoreas zur Demokratie Ende der 1980er Jahre, dass das Staatsoberhaupt des Landes das Kriegsrecht verhängte.

    Mittlerweile hat die Opposition einen Antrag für ein Amtsenthebungsverfahren unterzeichnet. Er soll am Samstag im Parlament zur Abstimmung kommen. Die grösste Oppositionspartei wirft dem konservativen Staatsoberhaupt Verfassungsbruch vor und fordert seinen sofortigen Rücktritt.

    Kommentare

    User #3990 (nicht angemeldet)

    Der würde besser abtreten.

    Amediesli

    Der Mann sah seine Felle davonschwimmen und versuchte mit dem Inkraftsetzen des Kriegsrechts seine Position zu sichern. Jetzt hat er ein Bauernopfer gefunden, das die Verantwortung übernimmt für den versuchten Staatsstreich. Aber das Parlament wird das nicht durchgehen lassen.

    Weiterlesen

    f
    133 Interaktionen
    2000.-
    Beulendoktor: «Arbeite derzeit bis zu 16 Stunden am Tag»
    57 Interaktionen
    Hagelschäden

    MEHR IN POLITIK

    1 Interaktionen
    Paris
    hitler
    4 Interaktionen
    Video aufgetaucht

    MEHR BOTSCHAFTER

    Trump
    13 Interaktionen
    Washington
    norwegen
    22 Interaktionen
    Moskau
    Petr Macinka
    2 Interaktionen
    Prag

    MEHR AUS SüDKOREA

    Samsung
    1 Interaktionen
    Mit S Pen
    Südkorea
    Dank KI-Nachfrage