Stadt Zürich

Stadtpräsidium: Zitterpartie in Winterthur - Abnicken in Zürich

Keystone-SDA Regional
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Zürich,

In Winterthur und Zürich fällt am 10. Mai die Entscheidung, wer Stadtpräsident wird. Spannend wird es jedoch nur in Winterthur. In Zürich gibt es ohnehin nur einen Kandidaten.

Sie treten zur Stichwahl fürs Stadtpräsidium in Winterthur an: Stefan Fritschi (FDP) und Kaspar Bopp (SP). (Archivbild)
Sie treten zur Stichwahl fürs Stadtpräsidium in Winterthur an: Stefan Fritschi (FDP) und Kaspar Bopp (SP). (Archivbild) - KEYSTONE/WALTER BIERI

In Winterthur kam es im ersten Wahlgang Anfang März zu einem Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen SP-Stadtrat Kaspar Bopp und FDP-Stadtrat Stefan Fritschi. Vorne lag schliesslich Bopp. Allerdings verpasste der Finanzvorsteher das absolute Mehr von 16'885 Stimmen, womit ein zweiter Wahlgang nötig wurde.

Fritschi war im Wahlkampf mit einem Streik der Busfahrer konfrontiert, bei dem er öffentlich als «Sauhund» betitelt wurde. Politisch geschadet hat ihm dies offenbar nicht – im Gegenteil.

Bopp galt in der eher linken Stadt lange als Favorit, wurde jedoch auf den letzten Metern von FDP-Konkurrent Fritschi eingeholt. Der bisherige Stadtpräsident Michael Künzle (Mitte) tritt nach 17 Jahren im Amt ab.

In der Stadt Zürich ist die Ausgangslage deutlich klarer – und somit langweiliger: Der amtierende Sozialvorsteher Raphael Golta (SP) steht kurz davor, Stadtpräsident zu werden. Er ist einziger Kandidat. Mehr als Abnicken können die Wahlberechtigen nicht.

Im ersten Wahlgang setzte sich der 50-Jährige deutlich von der Konkurrenz ab. Er erzielte 54'832 Stimmen, verfehlte das absolute Mehr von 57'562 Stimmen jedoch um 2'730 Stimmen.

Sein stärkster Herausforderer, FDP-Kandidat Përparim Avdili, erreichte 28'053 Stimmen. Da er den Einzug in die Stadtregierung verpasste, kann er im zweiten Wahlgang aber nicht mehr antreten.

Andere gewählte Stadtratsmitglieder, etwa FDP-Kollege Michael Baumer, verzichten auf eine Kandidatur. Damit bleibt Golta der einzige offizielle Kandidat.

Eine stille Wahl gibt es in Zürich dennoch nicht: Der zweite Wahlgang findet regulär statt. Die bisherige Stadtpräsidentin Corine Mauch tritt nach 17 Jahren im Amt nicht mehr an.

Kommentare

User #3864 (nicht angemeldet)

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