Stadt Zürich

Gegner sabotieren E-Trottis! Anbieter rüsten auf

Riccardo Schmidlin
Riccardo Schmidlin

Zürich,

E-Trottis sorgen in der Stadt immer wieder für Ärger. Jetzt werden sie offenbar gezielt sabotiert. Der Anbieter rüstet auf.

Voi
Der E-Trotti-Anbieter Voi muss seine Scooter wegen Vandalen nachrüsten. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Voi rüstet E-Trottis jetzt gegen Sabotage auf.
  • QR-Codes von E-Scootern werden regelmässig übersprayt.
  • Der Anbieter sagt, er verfolge eine Null-Toleranz-Politik bei Vandalismus.

Entweder man findet sie praktisch oder man findet sie nervig: Die Rede ist von E-Trottis in der Stadt. Insbesondere, weil die Scooter häufig mitten auf dem Trottoir abgestellt werden, sorgen sie für Ärger.

Jetzt sorgen aber die Trotti-Gegner selbst für Verärgerung. Immer wieder werden die QR-Codes übersprayt – so dass sie in der App nicht mehr ausgeliehen werden können.

Ein User schreibt in einer Zürcher Reddit-Gruppe: «Ich habe bemerkt, dass viele öffentliche E-Scooter vandalisiert werden, indem ihr QR-Code mit Sprayfarbe überdeckt wird. Ist das eine koordinierte Kampagne gegen öffentliche E-Scooter oder einfach Leute, denen langweilig ist?»

Auf Anfrage von Nau.ch ergänzt der User: «Fast jeder dritte E-Scooter in Zürich ist beschädigt.»

«Vandalismus kommt vereinzelt vor»

Jetzt äussert sich der Anbieter Voi auf Anfrage von Nau.ch zu den Trotti-Vandalen. Die Firma ist in der Schweiz unter anderem in Basel, Bern, Zürich, Winterthur und Biel vertreten.

Sprecher Tim Schäfer hält fest, dass «Vandalismus an E-Scootern vereinzelt auch in der Schweiz vorkommt». Solche Vorfälle seien «die Ausnahme und nicht die Regel im täglichen Betrieb».

Gleichzeitig beobachte man «unterschiedliche Formen von Beschädigungen – von oberflächlichen Verunreinigungen bis hin zu mutwilliger Sachbeschädigung».

Findest du E-Trottis zum Ausleihen gut?

Zu den Hintergründen möglicher Motive gebe es keine belastbare Einschätzung. Voi betont jedoch klar: «Für uns steht im Vordergrund, dass Vandalismus keinen Platz hat: Wir verfolgen hier eine klare Null-Toleranz-Politik und gehen entsprechenden Vorfällen konsequent nach.»

Mutwillige Beschädigungen würden zur Anzeige gebracht und man arbeite dabei eng mit den zuständigen Behörden zusammen.

Anbieter Voi rüstet wegen Vandalen auf

Parallel dazu entwickelt das Unternehmen seine Fahrzeuge weiter, um sie robuster und weniger anfällig für Manipulationen zu machen. «So sind zentrale Komponenten wie die Batterie im Trittbrett verbaut und nur für autorisiertes Personal zugänglich.»

Auch sicherheitsrelevante Bauteile und Kabel würden so integriert, dass sie von aussen nicht zugänglich seien.

Voi
Diese QR-Codes müssen zum Scannen freibleiben. - keystone

Die Scooter würden zudem laufend überprüft. Bei Einsätzen vor Ort – etwa beim Batteriewechsel – findet jeweils ein kurzer Sicherheitscheck direkt am Fahrzeug statt.

Nutzer sollen Vandalismus melden

Beschädigte oder auffällige Geräte würden rasch identifiziert und aus dem Betrieb genommen. «Auch unsere Nutzerinnen und Nutzer können uns über die App Hinweise geben, wenn ihnen ein Gerät auffällt.»

Grundsätzlich, so Voi, zeige die Erfahrung, dass die grosse Mehrheit der Nutzerinnen und Nutzer verantwortungsvoll mit den Fahrzeugen umgehe.

Die E-Trottis seien für viele ein fester Bestandteil des Alltags geworden und leisteten einen «Beitrag zu einer nachhaltigen urbanen Mobilität». Entsprechend wichtig sei ein sorgfältiger Umgang mit den Fahrzeugen, so Schäfer.

Mehr zum Thema:

Kommentare

User #4325 (nicht angemeldet)

Das passiert wen man den Leuten etwas unreguliert gibt, nachher heulen alle weil alles zu überreguliert ist....

User #2723 (nicht angemeldet)

Also mit 25kmh auf die fresse fallen ohne helm grosses problem.in ein auto fahren ohne nummer dann abhauen wie soll man wissen wer es war. Zu zweit bei diesen bremsen.

Weiterlesen

e-trottinett
68 Interaktionen
100 km/h
91 Interaktionen
Schlecht ausgerüstet
E-Scooter
37 Interaktionen
Diskriminierung?

MEHR AUS STADT ZüRICH

1 Interaktionen
Mann vor Gericht
2 Interaktionen
ETH-Studie
Stadtpolizei Zürich
6 Interaktionen
Zürich