Serbiens Präsident Vucic zurückgetreten
Im EU-Kandidatenland Serbien hat Staatspräsident Aleksandar Vucic sein Amt erwartungsgemäss niedergelegt, weil er Regierungschef werden möchte. «Heute ist der Tag, an dem ich zurücktrete», sagte Vucic in einer Ansprache im staatlichen Fernsehsender RTS.

Der teils autokratisch regierende Politiker will stattdessen als Spitzenkandidat seiner Fortschrittspartei bei der vorgezogenen Parlamentswahl am 25. Oktober antreten und im Falle eines Wahlsieges Ministerpräsident werden. Das Amt des Staatsoberhaupts übernimmt zunächst kommissarisch die Parlamentspräsidentin Ana Brnabic, eine politische Mitstreiterin von Vucic.
Der 56-Jährige erhofft sich von diesem Schritt nach Meinung von Experten die Konsolidierung seiner Macht. Seine Amtszeit als Staatschef endet nächstes Jahr – und nach zwei Mandaten darf er nicht erneut kandidieren. Er steht innenpolitisch unter grossem Druck einer grösstenteils von Studenten organisierten Protestbewegung.










