Selenskyj: Verhandlungen in Abu Dhabi über Donbass-Frage

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Ukraine,

Bei den von Washington angeregten dreiseitigen Gesprächen zwischen der Ukraine, Russland und den USA wird es nach Angaben aus Kiew vor allem um Gebietsfragen gehen. «Die Frage des Donbass ist eine Schlüsselfrage.»

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj spricht beim Jahrestreffen des Weltwirtschaftsforums (WEF). Foto: Markus Schreiber/AP/dpa
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj spricht beim Jahrestreffen des Weltwirtschaftsforums (WEF). Foto: Markus Schreiber/AP/dpa - Keystone/AP/Markus Schreiber

Das sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj Journalisten zu den Verhandlungen in Abu Dhabi (Vereinigte Arabische Emirate). Bei den Unterredungen an diesem Freitag und am Samstag würden die drei Seiten ihre Sichtweise auf das Problem vortragen und diskutieren. Der Auskunft seines Beraters Dmytro Lytwyn nach sollen die Gespräche in den Arabischen Emiraten am Abend beginnen. Die Ukraine wehrt sich seit fast vier Jahren gegen eine russische Invasion.

Washington drängt die Kriegsgegner Russland und Ukraine seit Monaten zu einer Friedenslösung. Moskau erhebt dabei unter anderem Anspruch auf das gesamte ostukrainische Gebiet Donezk, das es nur zu knapp 80 Prozent kontrolliert. Kiew lehnt einen freiwilligen Abzug bisher ab. Das Gebiet Donezk und das benachbarte Gebiet Luhansk, das russische Truppen fast vollständig kontrollieren, werden als Donbass bezeichnet.

Zu dieser Frage äusserte sich auch der aussenpolitische Berater von Russlands Präsident Wladimir Putin, Juri Uschakow, nach Gesprächen der US-Unterhändler im Kreml in der Nacht zum Freitag. Ohne eine Lösung der Territorialfrage werde es keinen dauerhaften Frieden geben, sagte er der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass zufolge. Und solange es keine Friedenslösung gebe, werde Russland die Kämpfe fortsetzen.

Kremlsprecher Dmitri Peskow sagte, die Gebietsfragen sollten gemäss den Vereinbarungen von Anchorage geklärt werden. Wie diese «Formel von Anchorage» aussieht, wolle er allerdings nicht sagen. «Wir halten das für nicht zweckmässig», sagte er der Nachrichtenagentur Interfax zufolge.

Putin und US-Präsident Donald Trump hatten sich im vergangenen August in Anchorage in Alaska getroffen. Danach wurde nichts verkündet, was auf eine Einigung schliessen liess. Russische Vertreter verweisen aber immer wieder auf das angebliche Gipfel-Ergebnis. Inoffiziell kursierte der Vorschlag, dass die Ukraine den Donbass räumen soll und die Front dafür weiter südlich in den Gebieten Saporischschja und Cherson eingefroren wird.

Peskow sagte nun: «Die Position Russlands ist bekannt, dass die Ukraine und die ukrainischen Streitkräfte das Gebiet des Donbass verlassen müssen. Sie müssen von dort abgezogen werden.» Daneben gebe es weitere Details.

Zum Ablauf der geplanten Gespräche in Abu Dhabi sagte der Kremlsprecher, der Beginn hänge vom Eintreffen der Delegationen ab. Verhandelt werde heute und notfalls morgen. Für die Arbeitsgruppe Sicherheit seien Vertreter des russischen Verteidigungsministeriums entsandt worden – bekannt ist der Leiter des Militärgeheimdienstes GRU, Igor Kostjukow. Über bilaterale wirtschaftliche Fragen zwischen den USA und Russland sollten die Unterhändler Steve Witkoff und Kirill Dmitrijew sprechen.

Kommentare

User #2988 (nicht angemeldet)

Als ob der Schauspieler irgendwas zu melden hätte!

User #4317 (nicht angemeldet)

Es gibt nichts zu verhandeln. Punktl

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