Selenskyj: Angriffe auf Moskau «völlig gerechtfertigt»
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die Gegenschläge mit Drohnen gegen Moskau und die Hauptstadtregion als «völlig gerechtfertigt» bezeichnet. Es handele sich um die Reaktion des Landes auf den andauernden russischen Angriffskrieg, teilte der Staatschef bei Telegram mit. Er veröffentlichte auch ein Video mit einer grossen Rauchwolke in der Ferne – als angeblichen Beweis für die folgenreichen Angriffe nahe Moskau.

«Die Konzentration der russischen Luftabwehr in der Region Moskau ist am grössten. Aber wir überwinden sie», sagte Selenskyj. Die ukrainischen weitreichenden Drohnen hätten Ziele in 500 Kilometer Entfernung von der Staatsgrenze der Ukraine erreicht. «Wir sagen den Russen ganz klar: Ihr Staat muss diesen Krieg beenden», sagte er weiter. «Die ukrainischen Hersteller von Drohnen und Raketen setzen ihre Arbeit fort.»
Bei den Gegenschlägen gegen russische Ziele arbeiten der ukrainische Geheimdienst SBU und das Militär oft zusammen. «Ich danke dem SBU und allen Verteidigungskräften der Ukraine für ihre Treffsicherheit», sagte Selenskyj.
Die russischen Behörden berichteten von mindestens 3 Toten und 17 Verletzten sowie Schäden unter anderem an zahlreichen Wohnhäusern in Moskau und im Gebiet der Hauptstadt. Moskau wiederum hatte in der vergangenen Woche unter anderem Kiew angegriffen. Selenskyj sprach von 52 Toten und mehr als 300 Verletzten allein in der Woche in der Ukraine.
Unterdessen veröffentlichte der Chef der ukrainischen Drohnenstreitkräfte, Robert Browdi, ein Video, das einen Schlag gegen ein russisches Küstenwachboot in der Nähe von Kaspijsk in der russischen Teilrepublik Dagestan zeigen soll. Das Schiff soll rund 1.000 Kilometer von der Frontlinie entfernt getroffen worden sein.
Zu sehen ist, wie sich eine Drohne trotz Gegenwehr dem Boot nähert und das Ziel trifft. Die Aufnahme ist nicht überprüfbar. Eine Bestätigung der russischen Seite für den Treffer gibt es nicht. Browdi berichtete, dass die Ukraine mit ihren technologisch zunehmend ausgereiften Drohnen immer weiter entlegene Ziele im russischen Hinterland erreichen könne.










