Bundeskanzler Olaf Scholz hofft, dass die Impfpflicht im Bundestag schnell besprochen werde. Er erachtet sie für Erwachsene als notwendig.
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Der deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz hat sich für eine Verschärfung der Massnahmen entschieden. - POOL/AFP

Das Wichtigste in Kürze

  • Olaf Scholz hofft auf zügige Gespräche im Bundestag zur Impfplicht.
  • Der Bundeskanzler befürwortet eine Pflicht für Erwachsene.
  • Die Entscheidung sei nicht persönlich, sondern habe Konsequenzen für alle.

Der deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz hofft auf eine zügige Beratung im Bundestag über eine allgemeine Impfpflicht gegen das Coronavirus. «Ich jedenfalls halte sie für notwendig und werde mich aktiv dafür einsetzen», sagte der SPD-Politiker am Mittwoch im Bundestag.

Er skizzierte zudem, wie er sich die Impfpflicht vorstelle: «Es sollte um alle Erwachsenen gehen», sagte er. Sie solle zudem möglichst unbürokratisch und schlank ausgestaltet sein. Der Debatte im Bundestag wolle er aber nicht vorgreifen.

Laut Scholz keine persönliche Entscheidung

Scholz betonte, sich nicht impfen zu lassen sei keine persönliche Entscheidung, sondern habe Konsequenzen für das ganze Land. Zuletzt hätten Krankenhäuser Operationen absagen müssen, um Platz für die vielen Corona-Patienten zu machen.

Man treffe nicht nur eine Entscheidung für sich, sondern für 80 Millionen andere. «Es gibt keine Entscheidung, die man nur für sich alleine trifft, und deshalb ist die Impfpflicht auch wichtig», betonte Scholz.

Der Bundeskanzler stimmte zugleich auf einen Anstieg der Corona-Zahlen ein. Man müsse davon ausgehen, dass die Infektionszahlen mit der Omikron-Variante bald deutlich zunähmen. Das sei ein Grund, den bisher eingeschlagenen vorsichtigen Corona-Kurs fortzusetzen.

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