Sanaa

    Schiff vor Jemens Küste mit Seedrohne angegriffen

    Keystone-SDA
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    Jemen,

    Vor Jemens Küste ist lokalen Angaben zufolge ein hölzernes Schiff mit einem Drohnenboot angegriffen und versenkt worden. Es handle sich um ein aus Dschibuti in Ostafrika kommendes Frachtschiff, das unter der Flagge Indiens gefahren sei, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur aus Kreisen der international anerkannten Regierung im Jemen. Die 14 meist indischen Besatzungsmitglieder seien von der Küstenwache und Marinesoldaten gerettet worden.

    ARCHIV - Ein jemenitischer Soldat fährt in den Gewässern nördlich der Straße von Bab el-Mandeb. Foto: Abdulnasser Alseddik/AP/dpa/Symbolbild
    ARCHIV - Ein jemenitischer Soldat fährt in den Gewässern nördlich der Straße von Bab el-Mandeb. Foto: Abdulnasser Alseddik/AP/dpa/Symbolbild - Keystone/AP/Abdulnasser Alseddik

    Der Angriff im Roten Meer vor der Hafenstadt Hudaida habe zu einem Brand an Bord der «Faize Noore Oliya» geführt, woraufhin das Schiff gesunken sei. Es habe Güter in die jemenitische Hafenstadt Mokka bringen sollen. Aus Militärkreisen hiess es, das Drohnenboot stamme aus «iranischer Herstellung».

    Die vom Iran unterstützt Huthi-Miliz, auf die sich der Verdacht bei dem Angriff richtet, äusserte sich zunächst nicht. Die Miliz hatte am Mittag mitgeteilt, sie habe den Flughafen Nadschran im südlichen Saudi-Arabien mit einer Drohne angegriffen. Eine Bestätigung aus Riad gab es dafür nicht.

    Keine Opfer nach Angriff

    Auch die mit Tarik Salih verbündeten Kämpfer an Jemens Westküste bestätigten den Angriff und den Rettungseinsatz im Roten Meer. Opfer habe es nicht gegeben, berichteten die sogenannten Nationalen Widerstandskräfte. Salih ist Mitglied von Jemens Präsidialrat, der die international anerkannte Regierung des Landes führt, und Neffe des getöteten Präsidenten Ali Abdullah Salih. Salihs Truppen kontrollieren Abschnitte an Jemens Westküste am Roten Meer.

    Die Huthi kämpfen seit Jahren gegen die international anerkannte Regierung, die von Saudi-Arabien unterstützt wird. Sie haben jüngst mit einer neuen Welle an Angriffen im Roten Meer begonnen wie schon 2023. Dabei haben sie mehrere Schiffe attackiert oder diese gezwungen, einen langen Umweg über das Kap der Guten Hoffnung zu nehmen.

    Wegen der Angriffe wird befürchtet, dass die wichtige Meerenge Bab al-Mandab wie die Strasse von Hormus faktisch geschlossen werden könnte – mit noch schwereren Folgen für den Welthandel und Energiepreise. Der Verkehr durch den Bab al-Mandab läuft aber vorerst weiter. China soll Kontakt mit den Huthi aufgenommen haben, um Angriffe auf seine Schiffe zu vermeiden und die sichere Durchfahrt zu ermöglichen.

    Kommentare

    User #4947 (nicht angemeldet)

    Nachdem SA auf Anraten von den USA den Flughafen von Jemen bombaridert haben, ist es nur logisch dass Jemen nun SA Schiffe blockiert. Nur ist das schon verwunderlich, SA hat 2 Schiffswege - Hormuss und Jemen. Hormuss ist schon blockiert, wieso fördert man also noch die Blockade bei jemen? Wieso muss man alles was Amerika empfieht grad umsetzen? Das Resultat sehen wir jetzt, beide Hauptverkehrswege für Saudi Arabien zu.

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