UN: Schwangere im Jemen benötigen dringend Geburtshilfe

    Keystone-SDA
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    Jemen,

    Die schweren Gefechte im Jemen verschärfen die humanitäre Lage und führen zu weiterer massenhafter Vertreibung. Unter den Geflüchteten seien etwa 2.100 schwangere Frauen, von denen mehr als 400 dringend Geburtshilfe benötigten oder die Versorgung von Neugeborenen, teilte der UN-Bevölkerungsfonds (UNFPA) mit.

    Jemen Frauen
    Vertriebene jemenitische Frauen stehen am Donnerstag, dem 17. September 2026, im Lager Al-Firdaws in Ras Imran am westlichen Stadtrand von Aden im Jemen Schlange, um Lebensmittelhilfe zu erhalten. - keystone

    Frauen und Kinder seien besonders verwundbar. Es fehle an Notunterkünften und Sanitäranlagen. Wegen der laufenden Kämpfe sei die humanitäre Versorgung schwierig, da Gebiete zu gefährlich und Strassen nicht befahrbar seien.

    Die Huthi-Miliz rückte in vergangenen Wochen im Jemen nach Süden vor. Durch die Kämpfe in Tais, Lahdsch und weiteren Provinzen wurden der Internationalen Organisation für Migration (IOM) zufolge mindestens 105.000 Menschen vertrieben. Das UN-Nothilfeprogramm Ocha sprach von 125.000 Vertriebenen seit Anfang des Monats. Fast 3.000 Menschen flüchteten auf Booten nach Dschibuti am Horn von Afrika.

    Schon vor den jüngsten Kämpfen steckte der Jemen in einer der schwersten humanitären Krisen weltweit. Im Land leben 4,8 Millionen Menschen, die schon vor der neuen Eskalation einmal oder mehrfach vertrieben wurden. Es fehlt an Unterkünften, Wasser, Lebens- und Arzneimitteln. Millionen Menschen im Land haben nicht genug zu essen, viele wurden an den Rand einer Hungersnot getrieben. Im Jemen sind etwa 90 Hilfsorganisationen im Einsatz.

    Um die Versorgung von Kriegsopfern und anderen Patienten zu unterstützen, lieferte das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) zuletzt 22 Tonnen Arzneimittel in die von den Huthi kontrollierte Hauptstadt Sanaa. Diese sollten an Orte im Land verteilt werden, wo sie am dringendsten benötigt würden. Die Krankenhäuser seien wegen einer Knappheit an medizinischen Gütern und der vielen Opfer überwältigt, teilte das IKRK mit, das in einigen Teilen des Landes als einzige internationale Hilfsorganisation im Einsatz ist.

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