Die Übungen der russischen Truppen im Süden von Belarus an der Grenze zur Ukraine sollen am Sonntag planmässig enden.
Russische Truppen für gemeinsame Militärmanöver in Belarus eingetroffen
Russische Truppen für gemeinsame Militärmanöver in Belarus eingetroffen - AFP

Das Wichtigste in Kürze

  • Russland führt in Belarus an der Grenze zur Ukraine Militärmanöver durch.
  • Diese sollen am Sonntag planmässig enden, bekräftigt Moskau.
  • Zuvor sorgte der belarussische Machthaber Lukaschenko mit einer Aussage für Verwirrung.

Russland hat bekräftigt, seine Truppen nach Ende eines Militärmanövers aus dem Nachbarland Belarus abzuziehen. Die Übungen im Süden von Belarus an der Grenze zur Ukraine sollen planmässig an diesem Sonntag (20. Februar) zu Ende gehen.

«Nach Abschluss der Übung werden die Verbände und militärischen Einheiten der Russischen Föderation wie immer zu ihren ständigen Stationierungsorten zurückkehren», sagte der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow, am Donnerstag in Moskau der Agentur Interfax zufolge.

Lukaschenko sorgte für Verwirrung

Der belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko hatte zuvor für Verwirrung gesorgt. Er sagte der Staatsagentur Belta mit Blick auf ein geplantes Treffen mit Russlands Staatschef Wladimir Putin an diesem Freitag in Moskau: «Nur wir entscheiden, wann die russischen Truppen abgezogen werden – morgen oder in einem Monat. Die Streitkräfte werden in Belarus so lange bleiben, wie wir es für nötig halten.» Das gross angelegte Manöver hat vor einer Woche begonnen.

Im Westen wird befürchtet, dass Russland im Zuge der Übung in Belarus einen Einmarsch in die Ukraine vorbereitet. Die Militärführungen in Belarus und Russland betonen dagegen immer wieder, die Truppenverlegung habe reinen Übungscharakter, sei für niemanden eine Bedrohung und stehe im Einklang mit internationalem Recht. Russlands Verteidigungsministerium kündigte bereits einen Teilabzug von Soldaten anderer Manöver an und veröffentlichte Fotos und Videos dazu. Der Westen zweifelt diese Berichte an.

Mehr zum Thema:

Wladimir Putin