Marine le Pen

    Rechtsextreme Marine Le Pen greift Deutschland scharf an

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    Frankreich,

    Die französische Präsidentschaftskandidatin Marine Le Pen der Rassemblement National will bei einem Sieg gemeinsame Rüstungsprojekte mit Deutschland beenden.

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    Das Wichtigste in Kürze

    • Wenn Marine Le Pen die Wahl gewinn, will sie Rüstungsprojekte mit Deutschland aufkünden.
    • Auch kritisiert sie die deutsche Haltung zur Atomkraft, die die Atomindustrie zerstöre.

    Die französische Rechtspopulistin Marine Le Pen hat Deutschland scharf angegriffen. Für den Fall ihres Sieges bei der Präsidentschaftswahl hat sie das Ende der deutsch-französischen Rüstungsprojekte angekündigt.

    «Wegen unvereinbarer strategischer Differenzen werden wir die gesamte Zusammenarbeit mit Berlin beenden. Sowohl beim künftigen Kampfjet (FCAS) als auch beim künftigen Kampfpanzer.» Stattdessen wolle sie, dass Frankreich eigene Programme verfolge. Das sagte Marine Le Pen am Mittwoch bei einer Pressekonferenz zu ihren aussenpolitischen Vorhaben am Mittwoch in Paris.

    Sie warf Deutschland vor, für «die absolute Verneinung der französischen strategischen Identität» zu stehen. «Es ist normal, dass Berlin seine Interessen verteidigt, und dass wir unsere Interessen verteidigen», so Marine Le Pen. Der amtierende Präsident Macron habe das vernachlässigt. Ferner warf die Rechtspopulistin Deutschland vor, die Nato als Grundpfeiler seiner Sicherheit zu betrachten und deswegen US-Rüstungsgüter zu kaufen.

    Marine Le Pen gefällt deutscher Standpunkt zu Atomenergie nicht

    Le Pen verteidigte den Ausbau der Atomkraft und kritisierte auch in diesem Punkt die deutsche Haltung: «Ich werde es nicht zulassen, dass Deutschland unsere Atomindustrie zerstört», sagte Marine Le Pen. Sie wolle vielmehr die Deutschen von dem französischen Modell überzeugen. Dieses soll sich ihrer Ansicht nach auf Atomkraft und Wasserstoff stützen.

    Deutschlands Bemühen um einen ständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat werde sie nicht unterstützen. Sie plädiere aber dafür, dass an französischen Schulen wieder mehr Deutsch gelehrt werde.

    Rassemblement National und die russischen Geldgeber

    Nach ihren Beziehungen zu Russland gefragt, verteidigte Marine Le Pen ihre Kreditaufnahme bei russischen Geldgebern. «Wir haben nie einen Kredit in Frankreich oder in Europa bekommen», sagte sie. Es sei «pervers», ihre Partei daran zu hindern, Geld aufzunehmen und ihr dann vorzuwerfen, dass sie sich anderswo umsehe. «Wir sind gerne dazu bereit, wenn eine andere Bank diesen Kredit übernehmen möchte», sagte sie spöttisch.

    Sobald der Ukraine-Krieg beendet sei, wolle sie für eine «strategische Annäherung» zwischen Russland und der Nato werben, sagte Le Pen. Dies sei im Interesse Frankreichs, aber auch der USA, um eine russisch-chinesische Allianz zu verhindern. Allerdings würde Frankreich aus der integrierten militärischen Kommandostruktur der Nato austreten.

    Demonstrierende stören Pressekonferenz

    Die Pressekonferenz wurde von einer Demonstrantin gestört. Diese hielt ein Herz mit den Fotos von Putin und Le Pen in die Höhe. Sie wurde von Sicherheitsleuten umgehend aus dem Saal geschleift. Vor dem Eingang skandierten etwa ein dutzend Demonstranten «Putin, Mörder - Le Pen, Komplizin».

    Le Pen tritt am 24. April gegen Macron in der Stichwahl um die französische Präsidentschaft an. In den Umfragen liegt Macron derzeit etwa sechs Punkte vor Marine Le Pen.

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