Rassismus-Eklat bei Donald-Trump-Kundgebung
Auf einer Wahlveranstaltung von Donald Trump tätigte ein Comedian eine schwierige Aussage, die Trump Ärger bereiten könnte.

Donald Trumps Wahlkampfteam bemüht sich um Schadensbegrenzung nach rassistischen Äusserungen eines Comedians bei einer Veranstaltung im Madison Square Garden. Der Vorfall löste heftige Kritik aus und zwang Trump zu einer Stellungnahme.
«Bin kein Nazi», beteuerte Trump bei einer Kundgebung in Atlanta. Er wehrte sich gegen Faschismus-Vorwürfe, die sein ehemaliger Stabschef John Kelly kürzlich erhoben hatte.

«Ich bin das Gegenteil eines Nazis», zitiert der «Kurier» den Ex-Präsidenten.
Eine «Insel aus Müll»
Der Eklat ereignete sich am Sonntagabend auf Trumps Veranstaltung in New York. Comedian Tony Hinchcliffe bezeichnete Puerto Rico als «Insel aus Müll» und machte abfällige Bemerkungen über Latinos.
Trumps Wahlkampfteam distanzierte sich umgehend von den Äusserungen.
Kritik von Demokraten und Prominenten
Die demokratische Kandidatin Kamala Harris warf Trump vor, das Land spalten zu wollen. «Das ist nichts, was die amerikanische Familie, den amerikanische Arbeiter stärken wird», erklärte Harris.
Sie betonte, die Menschen in Puerto Rico verdienten einen Präsidenten, der ihre Stärken fördere. Auch Prominente meldeten sich zu Wort.

Der puerto-ricanische Sänger Ricky Martin teilte Hinchcliffes Äusserungen auf Instagram. «Das denken sie über uns», kommentierte er und rief zur Wahl von Kamala Harris auf.
Bedeutung für den Wahlkampf
Der Vorfall könnte Auswirkungen auf den Wahlkampf haben. Senator John Fetterman wies darauf hin, dass in Pennsylvania fast eine halbe Million Menschen mit puerto-ricanischen Wurzeln leben.
Viele von ihnen sind wahlberechtigt. Pennsylvania gilt zudem als einer der umkämpftesten Staaten bei der anstehenden Präsidentschaftswahl.
Harris und Trump liegen dort in Umfragen gleichauf. Der «Kurier» bezeichnet es als «das knappste Rennen um das Weisse Haus in der jüngeren Geschichte der Vereinigten Staaten».
Reaktionen und Konsequenzen
Der scheidende Präsident Joe Biden nannte die Kundgebung im Madison Square Garden «peinlich» und eines Ex-Präsidenten nicht würdig. Trumps Sohn Donald Trump Junior teilte hingegen einen Post von Hinchcliffe, in dem dieser Kritiker als humorlos bezeichnete.
Die Einwohner Puerto Ricos dürfen zwar nicht an der Präsidentschaftswahl teilnehmen. Allerdings leben laut dem Pew Research Center rund 6 Millionen gebürtige Puerto-Ricaner in den USA, die wahlberechtigt sind.
Ihre Stimmen könnten in umkämpften Staaten den Ausschlag geben.










