Putin droht mit Beschlagnahmung europäischer Schiffe

Maja Bojic
Maja Bojic

Russland,

Putin droht europäischen Staaten mit Vergeltung, sollten sie russische Handelsschiffe beschlagnahmen oder deren Ladung verkaufen.

Wladimir Putin
Putin droht Europa mit Vergeltung, sollten russische Handelsschiffe beschlagnahmt werden. (Archivbild) - keystone

Russlands Präsident Wladimir Putin verschärft den Ton im Streit um die sogenannte Schattenflotte. Er droht europäischen Staaten mit Gegenmassnahmen, falls russische Handelsschiffe beschlagnahmt werden.

Putin bezeichnete solche Schritte als «Piraterie und Banditentum», wie die «Euronews» berichtet. Russland werde gezwungen sein, darauf mit gleichen Mitteln zu reagieren, erklärte der Kremlchef.

Die russische Antwort müsse sich dabei nicht auf jene Gewässer beschränken, in denen russische Schiffe festgesetzt würden. Moskau werde dort handeln, wo es dies für notwendig und angemessen halte, sagte Putin laut dem «Focus».

Europas Druck auf die Schattenflotte wächst

Im Zentrum des Konflikts stehen ältere Tanker und andere Handelsschiffe, die nach westlicher Einschätzung zur Umgehung von Sanktionen eingesetzt werden. Viele dieser Schiffe transportieren russisches Öl und fahren unter den Flaggen anderer Staaten.

Mehrere europäische Länder haben Schiffe aus diesem Umfeld kontrolliert oder festgesetzt. Der «Focus» nennt dabei Schweden, Frankreich, Grossbritannien und Belgien.

Glaubst du, dass Putins Drohung die Spannungen zwischen Russland und Europa weiter verschärft?

Die EU verschärfte zudem im vergangenen Monat ihre Sanktionen gegen die russische Schattenflotte. Mitgliedstaaten dürfen beschlagnahmtes Öl oder andere beschlagnahmte Güter unter den neuen Regelungen verkaufen, wie die «Euronews» schreibt.

Streit um beschlagnahmte Ladung

Besonders umstritten ist der Umgang mit einem in Schweden festgesetzten russischen Schiff. Nach Angaben der «Heute» will Stockholm den Frachter an die Ukraine übergeben.

Das Schiff steht demnach im Verdacht, Getreide aus von Russland besetzten Teilen der Ukraine transportiert zu haben. Damit gewinnt der Streit über beschlagnahmte russische Schiffe eine zusätzliche politische Dimension.

Putin äusserte seine Drohung während eines Besuchs auf der fernöstlichen Insel Sachalin. Dort beobachtete er an Bord des russischen Kreuzers «Warjag» ein Manöver der russischen Marine.

Angespannte Lage im Fernen Osten

Das russische Manöver findet kurz vor gemeinsamen Militärübungen der USA und Südkoreas statt. Bei diesen Übungen soll laut der «Euronews» eine mögliche Invasion Nordkoreas simuliert werden.

Gleichzeitig werfen Kiew und Seoul Moskau und Pjöngjang vor, ihre militärische Zusammenarbeit weiter auszubauen. Die Äusserungen Putins fallen damit in eine angespannte sicherheitspolitische Lage im Fernen Osten.

Putin
Putin droht Europa mit Konsequenzen für den Umgang mit Russlands Schattenflotte. (Archivbild) - keystone

Putin liess offen, wo Russland auf mögliche Beschlagnahmungen reagieren würde. Er erklärte lediglich, Moskau werde dort handeln, wo es dies für notwendig und angemessen halte.

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Kommentare

User #4224 (nicht angemeldet)

Der Putler sucht verzweifelt nach einem Grund für den dritten Weltkrieg. Stopp dem Ukrainekrieg, dann werden deine Schiffe nicht blockiert... 😉 😂

User #3280 (nicht angemeldet)

Putin ist ein armseliger kranker armer mann.

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