Polizei untersucht Angriff auf islamisches Zentrum als Hassverbrechen

Keystone-SDA
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USA,

Nach dem tödlichen Angriff auf ein islamisches Zentrum in San Diego verdichten sich Hinweise auf ein mögliches Hassmotiv der mutmasslichen Täter. Die Polizei untersucht die Tat laut US-Medienberichten inzwischen offiziell als Hassverbrechen.

dpatopbilder - Die Polizei steht am Tatort nach Schüssen vor dem Islamic Center of San Diego. Foto: Gregory Bull/AP/dpa
dpatopbilder - Die Polizei steht am Tatort nach Schüssen vor dem Islamic Center of San Diego. Foto: Gregory Bull/AP/dpa - Keystone/AP/Gregory Bull

Nach Angaben der Ermittler wurden auf einer der verwendeten Waffen Hassbotschaften entdeckt. Zudem fanden Beamte in dem Fahrzeug der mutmasslichen Täter antiislamische Schriften. In einem Abschiedsbrief eines der Verdächtigen sei ausserdem von «rassischem Stolz» die Rede gewesen, berichteten mehrere US-Medien unter Berufung auf Ermittlerkreise.

Bei dem Angriff waren am Montag drei Menschen getötet worden, einer davon ein Wachmann. Die beiden mutmasslichen Schützen, ein 17- und ein 18-Jähriger, wurden später ebenfalls tot in einem Auto gefunden. Ermittler gehen derzeit von Suizid aus.

Der Polizeichef von San Diego, Scott Wahl, sagte Medienberichten zufolge, es habe keine konkrete Drohung gegen das islamische Zentrum gegeben. Die gefundenen Äusserungen hätten vielmehr ein breiteres Spektrum von Hassbotschaften umfasst.

Die Mutter eines der Verdächtigen hatte laut Polizei rund zwei Stunden vor der Tat die Behörden alarmiert. Ihr Sohn sei verschwunden, ebenso mehrere Waffen und ein Auto der Familie. Zudem habe sie angegeben, der Jugendliche sei bewaffnet, suizidgefährdet und gemeinsam mit einem Freund in Tarnkleidung unterwegs. Die Polizei hatte daraufhin Beamte vorsorglich zu möglichen Zielen wie Schulen und Einkaufszentren entsandt.

Die Ermittlungen werden gemeinsam mit der Bundespolizei FBI geführt. Der Bürgermeister von San Diego, Todd Gloria, hatte erklärt: «Islamfeindlichkeit hat keinen Platz in San Diego.» Auch Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom hatte die Tat bereits scharf verurteilt.

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