Polen fasst drei mutmassliche russische Agenten
Der polnische Geheimdienst hat drei mutmassliche Agenten festgenommen, die für den russischen Geheimdienst gearbeitet haben sollen.

Es handele sich um drei polnische Staatsbürger im Alter zwischen 48 und 62 Jahren, teilte Polens Geheimdienstkoordinator Tomasz Simoniak mit. Sie landeten für drei Monate in Untersuchungshaft.
Nach Angaben des Inlandsgeheimdienstes ABW deuten sichergestellte Beweismittel darauf hin, dass die Verdächtigen aktiv an der Beschaffung von Mitteln für den Kauf von Ausrüstung für die russische Armee beteiligt waren. Auch sollen sie im Auftrag eines russischen Staatsbürgers Details zur Stationierung von Nato-Truppen in Polen ausgespäht haben.
Die Mitglieder der Gruppe seien durch die Teilnahme an Schiessübungen und Schulungen zur Gefechtstaktik auf die Ausführung von Sabotageaufgaben vorbereitet worden, heisst es in der Mitteilung weiter. Im Falle einer Verurteilung drohen ihnen mindestens acht Jahre Haft.
Polen ist einer der wichtigsten politischen und militärischen Unterstützer der von Russland angegriffenen Ukraine. Die Regierung in Warschau wirft den Geheimdiensten Russlands und seines Verbündeten Belarus vor, viele Agenten ins Land zu schicken und Saboteure anzuwerben.






