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    Polen, Dänemark und Norwegen eröffnen Ostsee-Pipeline

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    Norwegen,

    Polen, Dänemark und Norwegen haben gemeinsam die Ostsee-Pipeline Baltic Pipe eröffnet. Sie soll künftig Europa unabhängiger von russischem Gas machen.

    Arbeiter stehen vor der Gasverdichterstation «Goleniow» vor der feierlichen Eröffnung der Baltic-Pipe-Gasleitung bei Budno.
    Arbeiter stehen vor der Gasverdichterstation «Goleniow» vor der feierlichen Eröffnung der Baltic-Pipe-Gasleitung bei Budno. - Marcin Bielecki/PAP/dpa

    Das Wichtigste in Kürze

    • Die neue Ostsee-Pipeline von Norwegen nach Polen ist eröffnet.
    • Vertreter von Polen, Dänemark und Norwegen haben diese am Dienstag feierlich eröffnet.

    Regierungsvertreter aus Polen, Dänemark und Norwegen haben die neue Ostsee-Pipeline Baltic Pipe eröffnet. Die Baltic Pipe ist ein strategisches Infrastrukturprojekt, mit dem Ziel im europäischen Markt einen neuen Gasversorgungskorridor zu schaffen.

    Durch sie soll Erdgas aus Norwegen über Dänemark nach Polen fliessen. Parallel dazu wurde in Deutschland und Dänemark weiter nach der Ursache dreier Lecks in den Nord-Stream-Pipelines unter der Ostsee gesucht.

    «Die Ära der russischen Vorherrschaft beim Thema Gas geht zu Ende. Eine Ära, die von Erpressung, Drohungen und Zwang geprägt war». Das sagte Ministerpräsident Mateusz Morawiecki am Dienstag bei der symbolischen Einweihung der Kompressorstation von Baltic Pipe in Goleniow nahe der polnischen Hafenstadt Stettin.

    Mateusz Morawiecki
    Der polnische Premierminister Mateusz Morawiecki bei der Eröffnung der neuen Pipeline. - keystone

    Nun beginne eine neue Ära der Energiesouveränität und -freiheit. Es gehe um Energiesicherheit, aber auch im Sicherheit im weiteren Sinne: Man zeige, dass man den Kontinent durch Solidarität sicherer machen könne.

    Rund 900 Kilometer langer Abzweig

    «Dieser Tag markiert einen entscheidenden geopolitischen Schritt für uns alle», sagte die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen. Norwegens Öl- und Energieminister Terje Aasland betonte, Russlands Präsident Wladimir Putin wolle den Westen spalten, aber dies gelinge ihm nicht.

    Die Baltic Pipe ist ein rund 900 Kilometer langer Abzweig von der bereits bestehenden Trasse Europipe II, die von Norwegen durch die Nordsee nach Niedersachsen führt. Durch die Baltic Pipe kann künftig norwegisches Erdgas auch nach Osten transportiert werden.

    Baltic-Pipe-Projekt
    Arbeiter stehen vor der Gasverdichterstation «Goleniow» vor der feierlichen Eröffnung der Baltic-Pipe-Gasleitung bei Budno. Marcin Bielecki/PAP/dpa - dpa

    Die Leitung schliesst westlich von Dänemark in der Nordsee an die bestehende Pipeline an, sie führt dann zum dänischen Festland und weiter durch die Ostsee nach Polen. Die Baukosten für das Projekt belaufen sich auf 1,6 Milliarden Euro. Den grössten Teil davon haben der polnische Netzwerkbetreiber Gaz-System sowie das staatliche dänische Unternehmen Energinet beigetragen. Energinet ist in Dänemark für den Gesamtbetrieb des Strom- und Gassystems verantwortlich. Aus EU-Mitteln wurde Baltic Pipe mit 250 Millionen Euro gefördert.

    Ab dem 1. Oktober soll Gas durch die Leitung fliessen. Der polnische Gasbetreiber PGNiG rechnet damit, dass im kommenden Jahr mindestens 6,5 Milliarden Kubikmeter Erdgas nach Polen fliessen werden. Im darauffolgenden Jahr sollen es 7,5 Milliarden Kubikmeter sein, teilte der Konzern am Dienstag mit.

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