Pavarotti-Familie distanziert sich von Italiens Rechtsaussen Vannacci

    Keystone-SDA
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    Italien,

    Die Familie von Italiens Startenor Luciano Pavarotti hat sich von einem Video des ehemaligen Generals und Chefs der Rechtsaussen-Partei Futuro Nazionale, Roberto Vannacci, distanziert. Sie habe «niemals eine Genehmigung zur Nutzung der Stimme, des Namens oder der Identität von Luciano Pavarotti erteilt», zitierten italienischen Medien aus einer Stellungnahme der Angehörigen des 2007 gestorbenen Opernsängers.

    Roberto Vannacci
    Der Europaabgeordnete und ehemalige General der italienischen Armee, Roberto Vannacci, spricht am Sonntag, dem 14. Juni 2026, in Rom auf einer Pressekonferenz zum Abschluss des zweitägigen Gründungskongresses seiner rechtsextremen Partei «Futuro Nazionale» (Nationale Zukunft). - keystone

    Vannacci hatte zuvor ein allem Anschein nach mit Künstlicher Intelligenz (KI) erzeugtes Videos in den sozialen Medien gepostet. Dort ist der Politiker von auf ihn gerichteten Pistolen umgeben. Dazu ist Pavarottis Stimme aus der Arie «Nessun dorma» von Giacomo Puccini zu hören. Der Tenor singt darin den bekannten Satz «All'alba vincerò» («Zum Sonnenaufgang werde ich siegen»).

    In dem Video reagiert er auf Kritik und Vorwürfe gegen ihn und seine Partei mit den Worten «Me ne frego» (zu Deutsch sinngemäss: «Ist mir egal»). Zu dem Video schrieb er einige Zuschreibungen von Kritikern – darunter etwa «fremdenfeindlich», «homophob», «sexistisch» oder «Moskaus trojanisches Pferd» – und fügte hinzu: «Wir sehen uns bei Sonnenaufgang.»

    Die Familie von Pavarotti erklärte in ihrer Stellungnahme, sie distanziere sich «entschieden von jeglicher Verbindung seiner Person mit politischen Botschaften, Positionen oder Initiativen».

    Vannacci wurde im rechten Lager unter anderem mit Äusserungen gegen Migranten und Homosexuelle populär. Er gründete dieses Jahr die Partei Futuro Nazionale (Nationale Zukunft) und mischt mit ihr die politische Landschaft auf. Mit sehr scharfen Tönen zu Migration und Sicherheit findet er bei der Wählerschaft der rechten Koalition von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni Anklang. In jüngsten Umfragen hat seine Partei die Juniorpartner Lega und Forza Italia überholt.

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    Kommentare

    User #3926 (nicht angemeldet)

    Nach über 70 Regierungswechsel in 80 Jahren und nach dem, auch von Italien verlorenen Krieg dank ihrem Duce, wollen die Rechten wieder back to the roots! Einfach nur zum 🤮

    User #1544 (nicht angemeldet)

    Herrjeh, wen kann es ernsthaft stören, wenn ein bereits 2007 Verstorbener "ohne Erlaubnis" irgendwo und wann noch zu hören ist??

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