Ostsee-Kabelschaden: Kapitän von Frachter in Finnland verurteilt

    Keystone-SDA
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    Finnland,

    Nach der Beschädigung von Ostseekabeln hat ein Gericht in Finnland den russischen Kapitän des Frachters «Fitburg» wegen Sabotage und Störung des Telekommunikationsverkehrs zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt.

    Das beschlagnahmte Schiff Fitburg liegt im Hafen von Kirkkonummi, Finnland. Foto: Roni Rekomaa/Lehtikuva/dpa
    Das beschlagnahmte Schiff Fitburg liegt im Hafen von Kirkkonummi, Finnland. Foto: Roni Rekomaa/Lehtikuva/dpa - Keystone/Lehtikuva/Roni Rekomaa

    Ein weiteres Crewmitglied soll für zwei Jahre und zehn Monate hinter Gitter. Das Urteil ist bislang nicht rechtskräftig. Das berichteten finnische Medien am Donnerstag übereinstimmend.

    Die Männer sind laut Gericht dafür verantwortlich, dass der Anker des Schiffes «Fitburg» in der Silvesternacht 2025/2026 zwei Unterseekabel im Finnischen Meerbusen beschädigte, wie der finnische Rundfunk berichtete. Im Urteil sei ausserdem von neun weiteren Daten- und Stromkabeln sowie einer Gasleitung die Rede, die in Gefahr gewesen seien, von der «Fitburg» auf ihrer Fahrt durch das Gewässer beschädigt zu werden.

    Neben der Haftstrafe verurteilte das Gericht die Männer demnach dazu, die Kosten für die Reparatur der Kabel und während der Ermittlungen entstandene Kosten zu erstatten.

    Während des Prozesses im September und Oktober hatten die Verteidiger dem finnischen Rundfunk zufolge argumentiert, Finnland sei nicht befugt, in dem Fall ein Urteil zu fällen, weil die Kabelschäden sich ausserhalb finnischer Hoheitsgewässer ereignet hätten. Das Gericht in Helsinki folgte dieser Argumentation jedoch nicht: Es handle sich um vorsätzlich begangene Straftaten, deren Folgen in Finnland zu spüren gewesen seien, hiess es demnach in der Urteilsbegründung.

    Die «Fitburg» war in den Fokus der Behörden geraten, nachdem ein Schaden an einem Datenkabel aufgefallen war, das die finnische Hauptstadt Helsinki mit Estlands Hauptstadt Tallinn verbindet. Als das Schiff von den Behörden gestoppt wurde, hatte es die Ankerkette heruntergelassen. Der Frachter war auf dem Weg vom russischen St. Petersburg in die israelische Hafenstadt Haifa gewesen. Laut finnischen Medien soll das Schiff seinen Anker über 130 Kilometer über den Meeresboden geschleift haben.

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