Swiss trennt sich von A220 – die kleinen Jets gehen zuerst
Swiss verabschiedet sich von der A220. Die neun kleinen Jets verlassen die Flotte bis Ende 2027, die 21 grösseren folgen in den 2030er-Jahren.

Swiss will sich laut «Aerotelegraph» von allen Flugzeugen des Typs A220 trennen, zuerst von den kleineren. Finanzchef Dennis Weber erläuterte den Schritt demnach am Dienstag bei der Präsentation der Quartalszahlen der Airline.
Fünf der neun kleineren A220-100 fliegen schon nicht mehr, die restlichen vier folgen. Beschlossen wurde die Ausmusterung bis Ende 2027 schon vor einem Jahr wegen Problemen mit Triebwerken von Pratt & Whitney.
Zwei Maschinen hat Swiss laut Weber bereits zerlegt, bei drei weiteren Flugzeugen läuft die Ausflottung derzeit, wie «airliners.de» berichtet.
Swiss spürt Triebwerksprobleme der A220 im Flugplan
Die Triebwerke und Komponenten der zerlegten Jets stünden dem Rest der Flotte zur Verfügung, sagte Weber laut «airliners.de». Bei den drei weiteren Flugzeugen behalte Swiss die Triebwerke und biete den Rest der Flugzeuge am Markt an.
Die Ausmusterung der A220-100 trage massgeblich dazu bei, dass 2027 kaum noch Jets wegen fehlender Triebwerke stillstehen. Grundsätzlich halte Weber die A220 für ein gutes Flugzeug, doch Swiss wolle die Komplexität in der Flotte senken.
Wegen Problemen bei der A220 streicht Swiss im Winterflugplan 2026/27 drei Verbindungen ab Genf, berichtete «vienna.at» im Mai. Betroffen sind Berlin, Hamburg und Pristina, weil Ersatzteile und Triebwerke für die A220-Flotte weltweit knapp sind.
A220-300 sollen Flotte mittelfristig verlassen
Auch die grösseren A220-300 sollen die Flotte mittelfristig verlassen, schreibt «Aerotelegraph», allerdings nicht schon in naher Zukunft. «Da sprechen wir aber über die 2030er-Jahre», sagte Finanzchef Dennis Weber zum Zeitpunkt der Ausmusterung.

Die 21 A220-300 seien noch nicht in einem Alter, das eine Ausflottung erfordere, sagte Weber laut «airliners.de». Geprüft werde, ob die Maschinen anderswo im Konzern oder bei externen Abnehmern weiterfliegen und ob Swiss weitere A320 einsetzt.
Verschiedene Flugzeugfamilien verursachen laut Weber höhere Kosten, etwa durch mehr Trainingsaufwand und zusätzliche Ersatzteile, schreibt «Aerotelegraph». Zudem werde die Wartung aufwendiger, weil Swiss unterschiedliche Qualifikationen bei den Mechanikern der Flotte vorhalten müsse.








