Regierung

Niederländische Regierung durch Skandal in Steuerverwaltung in Gefahr

AFP
AFP

Niederlande,

Die Regierung des niederländischen Ministerpräsidenten Mark Rutte ist laut Medienberichten durch einen Skandal in der Steuerverwaltung in ihrem Fortbestand gefährdet.

regierung niederlande
Der niederländische Regierungschef Mark Rutte. - ANP/AFP/Archiv

Das Wichtigste in Kürze

  • Medien: Rutte-Regierung will am Freitag über möglichen Rücktritt entscheiden.

Am Freitag werde die Mitte-Rechts-Regierung darüber entscheiden, ob sie zurücktritt oder nicht, berichteten am Mittwoch übereinstimmend mehrere niederländische Medien. Die vier Parteien der Koalition schliessen nach Informationen des öffentlichen Fernsehsenders NOT ein Ende ihrer Regierung nicht aus.

Die Rutte-Regierung ist durch einen im Dezember veröffentlichen Bericht eines parlamentarischen Untersuchungsausschusses zu dem Skandal unter massiven Druck geraten. Der Ausschuss gelangte zu dem Schluss, dass bei den Vorgängen rund um Rückforderungen an tausende Familien «fundamentale Prinzipien des Rechtsstaates verletzt wurden».

Die Steuerverwaltung hatte Unterstützungsleistungen an tausende Familien beendet, denen sie zu Unrecht absichtliche Falschangaben vorwarf. Später verpflichtete sie diese zu Rückzahlungen der Hilfen aus früheren Jahren, die sich in bestimmten Fällen zu Summen von mehren zehntausend Euro addierten. Ein Teil der betroffenen Eltern geriet durch die Rückforderungen in grosse Finanznöte.

Hochrangigen Politikern wird vorgeworfen, von den Pannen in der Steuerverwaltung im Umgang mit den Unterstützungsleistungen gewusst und davor die Augen verschlossen zu haben. Der Anwalt der betroffenen Familien, Vasco Groeneveld, reichte am Dienstag Klage gegen drei Minister und zwei Ex-Minister ein. Mehrere betroffene Familien forderten in einem zu Wochenbeginn veröffentlichten Video den Rücktritt der Regierung.

In den Niederlanden sind für den 17. März Parlamentswahlen angesetzt. Rutte sagte in dieser Woche, er wolle alles dafür tun, damit die Wahlen trotz der Corona-Pandemie stattfinden können.

Kommentare

Weiterlesen

Juso
192 Interaktionen
«Paukenschlag!»
Thomas Gottschalk
4 Interaktionen
Schockdiagnose

MEHR IN POLITIK

9 Interaktionen
Bern
Mitgliederkarten der verschiedenen Krankenkassen liegen auf einem Tisch.
5 Interaktionen
Gezielt entlasten
Vernier GE
1 Interaktionen
Vorwürfe

MEHR REGIERUNG

Rücktritt
2 Interaktionen
In Madrid
Krankenkassenprämien
2 Interaktionen
Aargau
5 Interaktionen
Aargau
20 Interaktionen
Ab 2035

MEHR AUS NIEDERLANDE

eurojust
7 Interaktionen
Drogenbande
Weihnachtsgeschenke Spielzeug
5 Interaktionen
Laut Europol
Eindhocen
3 Interaktionen
Eindhoven
drohnen münchen
12 Interaktionen
Niederlanden