Openair St. Gallen: Fans trotzten der Hitze – Veranstalter loben
Das Openair St. Gallen hat ein heisses Wochenende erlebt. Von den hohen Temperaturen lassen sich die Besuchenden jedoch nicht abschrecken.

Das Wichtigste in Kürze
- Die Besuchenden am Openair St. Gallen sind verantwortungsvoll mit der Hitze umgegangen.
- Es wurden keine grösseren Zwischenfälle verzeichnet.
- Besucher setzten auf Wasserpistolen und Planschbecken.
Glühende Sonne statt Matsch: Das Openair St. Gallen erlebt in diesem Jahr ein Festivalwochenende mit extrem sommerlicher Hitze. Mit Temperaturen über 30 Grad.
Entsprechend umfangreich waren die Vorkehrungen der Betreiber. Doch auch die Fans wussten sich zu helfen. Die Hitze machte sie beim Thema Abkühlung besonders erfinderisch.
Openair St. Gallen verteilt Wasser in der Front Row
Nora Fuchs, Medienbeauftragte des Open Air St. Gallen, bestätigt gegenüber Nau.ch: «Das Festival bereitet sich unabhängig der aktuellen Wettersituation jeweils auf verschiedenste Szenarien vor. Aufgrund der Hitze wurden aber verschiedene zusätzliche Massnahmen umgesetzt.»
Konkret stellte das Festival drei bis vier Wasserzerstäuber auf – die Besucher konnten sich also nass spritzen lassen. Zudem wurden zusätzliche Trinkwasserstellen und Wasserspender eingerichtet sowie Kühlgeräte und Lüfter in Innenräumen aufgestellt.
In der Front Row wurden zudem Wasserflaschen verteilt. Ausserdem sensibilisierte das Festival die Besuchenden über Infoscreens. Die Sanität behandelte Patientinnen und Patienten in gekühlten Räumen.
Fotos zeigen, mit welchen Mitteln sich die Besuchenden Abkühlung verschafften: Von Wasserpistolen über Fächer und Hüte bis hin zum eigenen Plantschbecken neben dem Zelt.
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Die wohl effektivste Methode: Ein Sprung in die kühle Sitter.
Ein Lob verteilt Nora Fuchs vom Openair St. Gallen an das Publikum: «Das Publikum war verantwortungsvoll, hat sich am Tag zurückgehalten und ist später aufs Gelände gekommen. Es hat die warmen, langen Nächte gefeiert.»
Die Stimmung sei friedlich gewesen, sagt sie. «Viele Konzerte wurden trotz Hitze abgefeiert.»
Die Sanität habe leicht mehr Fälle als im Vorjahr gezählt. Insgesamt verzeichnete das Openair St. Gallen keine grösseren Zwischenfälle.
Dazu, ob wegen der Hitze weniger Alkohol konsumiert wurde, kann das Festival derzeit noch keine Angaben machen. «Bilanz zum Konsum werden wir zum Abschluss noch ziehen.»
«Keine grösseren Zwischenfälle»
Das bestätigt auch die Polizei. «Aus unserer Sicht kam es zu keinen grösseren Zwischenfällen», sagt Fabienne Schenk von der Stadtpolizei St. Gallen zu Nau.ch.
Lediglich alkoholisierte Personen hätten vereinzelt kleinere Auseinandersetzungen verursacht, die eine Intervention der Polizei erforderlich machten.

Die Hitze habe «keinen massgeblichen Einfluss» auf die Einsätze gehabt, sagt sie. Die Polizei habe Erfahrung mit Grossveranstaltungen während der Sommermonate. Zusätzliche Anpassungen seien deshalb nicht erforderlich gewesen.
Das Wohlbefinden der Mitarbeitenden habe jedoch jederzeit einen hohen Stellenwert. Deshalb betont Schenk abschliessend: «Entsprechend wurde sichergestellt, dass ausreichend Möglichkeiten zur Verpflegung sowie zum Abkühlen zur Verfügung standen.»
Noch können die Fans in St. Gallen weiter feiern.
Jetzt um 16 Uhr steht die schwedische Popsängerin Zara Larsson auf der Sitterbühne. Um 18 Uhr macht die Berliner Band SDP den krönenden Abschluss.

















