Neue Iran-Gespräche sollen nächste Woche in der Schweiz stattfinden
Iran und USA könnten schon nächste Woche wieder verhandeln – trotz neuer Eskalation. Als Durchführungsort nennen diplomatische Kreise die Schweiz.

Das Wichtigste in Kürze
- Katar vermittelt offenbar erneut zwischen Teheran und Washington.
- Eine Verhandlungsrunde soll laut «Axios» kommende Woche in der Schweiz starten.
Der Iran und die USA könnten bereits in der kommenden Woche ihre Verhandlungen wieder aufnehmen. Dies trotz der jüngsten militärischen Eskalation zwischen beiden Staaten.
Dies berichtete das US-Portal «Axios» unter Berufung auf eine nicht namentlich genannte Quelle.
Dem Bericht zufolge soll die nächste Verhandlungsrunde voraussichtlich in der Schweiz stattfinden.
Nähere Angaben zu Ort und Zeitpunkt wurden zunächst nicht gemacht. «Axios» berichtete zudem, dass am Freitag eine Delegation aus Katar im Iran eingetroffen sei.
Insider glaubt an Rückkehr zu Verhandlungen
Die Delegation stimme ihre Bemühungen mit Washington ab, um die Spannungen zwischen den Konfliktparteien abzubauen.
Damit sollen die Voraussetzungen für eine Rückkehr an den Verhandlungstisch geschaffen werden.
«Es ist klar, dass beide Seiten zur Absichtserklärung zurückkehren wollen.» Das sagte ein namentlich nicht genannter Diplomat gegenüber «Axios».
Weitere Medien griffen den Bericht auf.
Die italienische Nachrichtenagentur «Adnkronos» berichtete unter Berufung auf iranische Stellen, das Aussenministerium habe Forderungen nach Gesprächen mit den USA bestritten.
Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump von einer Fortsetzung der Verhandlungen gesprochen.
«Axios» berichtete zudem, Trump habe seinem Verhandlungsteam nur begrenzten zeitlichen und politischen Spielraum eingeräumt. Ziel sei eine Einigung im Atomstreit.
Die USA und Israel hatten am 28. Februar Krieg gegen den Iran begonnen.
Im Juni unterzeichneten Washington und Teheran eine Absichtserklärung. Sie sah eine Einstellung der Feindseligkeiten an allen Fronten vor.
USA nahmen Angriffe wieder auf
Dazu gehörte auch der Libanon. Anschliessend fanden im Schweizer Ferienort Bürgenstock Gespräche statt. Diese wurden von Katar und Pakistan vermittelt. Im Mittelpunkt stand die Umsetzung der Vereinbarungen.
In der Nacht zum 8. Juli nahmen die USA erneut gross angelegte Luftangriffe auf den Iran auf. Washington warf Teheran vor, gegen die Bestimmungen des Abkommens verstossen zu haben.
Als Grund verwies die US-Regierung auf die Lage rund um die Strasse von Hormus.
US-Präsident Donald Trump erklärte daraufhin, Der Waffenstillstand mit dem Iran sei nicht mehr in Kraft. Zugleich betonte er, Der Verhandlungsprozess werde fortgesetzt.











