Netanjahu will mehr Zeit für Regierungsbildung in Israel

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    Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu beansprucht mehr Zeit für die Bildung einer neuen Regierung.

    Ministerpräsident Benjamin Netanjahu braucht mehr Zeit
    Ministerpräsident Benjamin Netanjahu braucht mehr Zeit - POOL/AFP

    Das Wichtigste in Kürze

    • Ministerpräsident möchte Frist um zwei Wochen verlängern lassen.

    Er werde Präsident Reuven Rivlin um eine Verlängerung der Frist um 14 Tage bitten, sagte Netanjahu am Sonntag bei einer Kabinettssitzung. Netanjahu, dessen Likud-Partei bei der Wahl am 9. April 35 Sitze gewonnen hatte, war vom Präsidenten gut eine Woche später mit der Regierungsbildung beauftragt worden.

    Die Koalitionsverhandlungen müssen üblicherweise innerhalb von 28 Tagen abgeschlossen sein, die Frist kann aber einmalig um zwei Wochen verlängert werden. Wegen mehrerer Feiertage und dem Angriff militanter Palästinenser im Gaza-Streifen gebe es Probleme mit dem Zeitplan, sagte Netanjahu.

    Vor einer Woche hatte die radikalislamische Hamas hunderte Raketen auf Israel abgefeuert und damit israelische Vergeltungsangriffe ausgelöst. Vier Menschen in Israel und 25 Palästinenser wurden getötet.

    Netanjahu strebt eine Koalition rechter und religiöser Parteien an. Insgesamt kann er auf die Unterstützung von 65 der 120 Knesset-Abgeordneten zählen. In seiner neuen Amtszeit drohen ihm allerdings auch weiterhin juristische Probleme: Der Generalstaatsanwalt hat angekündigt, Anklage wegen Bestechung, Betrug und Veruntreuung gegen ihn erheben zu wollen.

    Netanjahus Anwälte verhandeln derzeit mit dem Justizministerium über einen Termin für eine Anhörung vor einer Anklageerhebung. Im Falle einer Anklage müsste der 69-Jährige nicht zurücktreten, erst nach einer rechtskräftigen Verurteilung.

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