Netanjahu tritt Trumps Gaza-«Friedensrat» bei

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Israel,

Israels Ministerpräsident ist offenbar auf Trumps Einladung zum Gaza-«Friedensrat» eingegangen.

Netanjahu
Der israelische Ministerpräsident Netanjahu nimmt Trumps Einladung zum «Friedensrat» an. (Archivbild) - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Kürzlich hat US-Präsident verschiedene Länder zum Gaza-«Friedensrat» eingeladen.
  • Auch Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat eine Einladung erhalten.
  • Nun hat er seine Teilnahme bestätigt, wie sein Büro auf X mitteilt.

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat die Einladung von US-Präsident Donald Trump zur Teilnahme am sogenannten «Friedensrat» für den Gazastreifen angenommen.

Das gab sein Büro auf der Plattform X bekannt. Der «Friedensrat» ist Teil der zweiten Phase von Trumps Friedensplan für das vom Krieg zwischen Israel und der islamistischen Hamas weitgehend zerstörte Küstengebiet.

Diese sieht ein dauerhaftes Kriegsende und die Entwaffnung der Terrororganisation vorsieht, was diese ablehnt.

Es gibt aber Hinweise, dass die US-Regierung das Mandat des Rats stark erweitern möchte und sich der «Friedensrat» um Krisen und Konflikte weltweit kümmern soll.

Israel kürzlich noch verärgert

Auch andere Staaten haben bereits Einladungen für den «Friedensrat» erhalten.

Israel hatte sich erst kürzlich wegen der Besetzung eines wichtigen internationalen Aufsichtsgremiums für den Gazastreifen durch das Weisse Haus verärgert gezeigt.

Die Ankündigung bezüglich der Zusammensetzung des sogenannten «Gaza Executive Board», der dem «Friedensrat» unterstellt ist, sei «nicht mit Israel abgestimmt und widerspricht dessen Politik», hiess es in einer Stellungnahme des Büros von Netanjahu.

Trump plant Ankündigung am Donnerstag

Netanjahu stösst sich offensichtlich daran, dass dem Gremium der türkische Aussenminister Hakan Fidan und der ranghohe katarische Diplomat Ali Thawadi angehören.

Die Türkei und Katar hatten Israels Krieg im Gazastreifen gegen die islamistische Palästinenserorganisation Hamas scharf kritisiert. Katar und die Türkei spielen in der Region unter anderem eine zentrale Rolle als Unterstützer islamistischer Bewegungen wie der Muslimbruderschaft und der Hamas.

Ungeachtet zurückhaltender Rückmeldungen europäischer Verbündeter plant US-Präsident Trump für diesen Donnerstag eine Ankündigung zu seinem «Friedensrat». Medienberichten zufolge will er dann die sogenannte «Charta des Friedensrates» unterzeichnen.

Das Format dürfte am Rande des derzeitigen Weltwirtschaftsforums in Davos stattfinden. Dort wird Trump heute zu einer Rede vor internationalem Publikum erwartet.

Kritiker sprechen daher davon, dass es Trump darum gehen könnte, eine Konkurrenz zu den Vereinten Nationen zu schaffen, die er immer wieder als dysfunktional kritisiert.

Kommentare

edelweisz

Trump steht nicht für Frieden. Trump steht für eigene, geo-politische und wirtschaftliche Interessen. Diejenigen Länder, die sich seiner Interessengemeinschaft anschliessen, erwarten Vorteile durch Einschränkungen von Recht und Freiheit anderer Länder.

User #1168 (nicht angemeldet)

Zwei Knastis die einen Friedensrat gründen. Eigentlich unglaublich.

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Daniel Koch

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