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    Nato-Erweiterung: Erdogan warnt Schweden und Finnland

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    Türkei,

    Schweden und Finnland wollen der Nato beitreten – blockiert werden sie von der Türkei und Ungarn. Nun hat Erdogan eine Warnung ausgesprochen.

    Erdogan
    Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan. - AFP/Archiv

    Das Wichtigste in Kürze

    • Erdogan warnt Schweden und Finnland.
    • Er werde dem Nato-Beitritt erst zustimmen, wenn sie «ihre Versprechen einhalten».

    Die Türkei will der Nato-Norderweiterung um Schweden und Finnland erst dann zustimmen, wenn die beiden nordischen EU-Länder «ihre Versprechen einhalten». Dies sagte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan am Samstag vor dem Parlament.

    Sein Land beobachte die Bemühungen Schwedens und Finnlands, ihre Zusagen zu erfüllen. In der Frage der Terrorismusbekämpfung könne die Türkei keine Zugeständnisse machen, sagte Erdogan weiter. Details nannte er nicht.

    Alle 30 Nato-Mitgliedsstaaten müssen der Erweiterung zustimmen. Bisher haben 28 dies getan, die Türkei und Ungarn nicht. Schweden und das benachbarte Finnland hatten infolge des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine Mitte Mai beantragt, Mitglieder des Verteidigungsbündnisses zu werden.

    Türkei blockierte Aufnahme

    Die Türkei hatte den Beginn dieses Prozesses zunächst blockiert und das mit der angeblichen schwedischen und finnischen Unterstützung von «Terrororganisationen» begründet. Es geht dabei unter anderem um die syrische Kurdenmiliz YPG sowie die Gülen-Bewegung, die die Türkei für den Putschversuch 2016 verantwortlich macht. Ende Juni unterzeichneten die drei Länder eine Absichtserklärung, die auf die Vorbehalte Ankaras einging.

    Zu den Forderungen der Türkei gehörte auch die Aufhebung des schwedischen Waffenembargos. Am Freitag hatte Schweden erstmals seit 2019 wieder den Export von Kriegsmaterial an das Nato-Mitglied Türkei bewilligt.

    Wie aus einer Behördenmitteilung hervorging, hing der Schritt direkt mit dem Nato-Antrag zusammen. Kommende Woche sollen in Ankara Verhandlungen in Anwesenheit eines schwedischen Delegierten stattfinden, meldete die türkische Nachrichtenagentur Anadolu.

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