Mitte Waadt hält an Staatsrätin Dittli fest

Keystone-SDA
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Bern,

Die Mitte Waadt hat ihrer Staatsrätin Valérie Dittli das Vertrauen ausgesprochen. Trotz «Fehler und Ungeschicklichkeiten» stelle sich das Kantonskomitee einstimmig hinter sie, teilte die Partei am Donnerstag mit.

Valérie Dittli
Die Waadtländer Mitte hält trotz «Fehlern» an Valérie Dittli fest. - keystone

Der Entscheid sei an einer dringlichen Sitzung zwischen Valérie Dittli und dem Parteipräsidium, dem Kantonalvorstand und den lokalen Sektionen der Mitte-Partei gefällt worden. Dittli habe sich dabei den Fragen der Mitglieder zum sogenannten Meylan-Bericht gestellt und diese offen beantwortet.

Das Komitee habe zur Kenntnis genommen, dass die Staatsrätin kein öffentliches Geld für private Zwecke verwendet und keine persönlichen Vorteile aus der Angelegenheit gezogen habe. Man erachte Dittli als aufrichtig.

Mit Blick auf die Wahlen 2027 fordert das Gremium Dittli auf, ihre Absichten bis zum Sommer 2026 zu klären. Eine Delegiertenversammlung im September solle dann die Strategie und die Kandidaturen für die kantonalen Wahlen festlegen.

Laut einem Bericht des ehemaligen Kantonsrichters Jean-François Meylan hatte Dittli eine Vereinbarung zum Rückzug einer Strafanzeige gegen sie abgeschlossen – ohne die anderen Regierungsmitglieder zu informieren. Die Waadtländer Regierung wirft der Mitte-Politikerin deshalb vor, gelogen und Informationen zurückgehalten zu haben. Das Vertrauen sei so nur schwer wiederherzustellen.

Am Dienstag hatte der Grosse Rat dann eine Resolution verabschiedet, in der die Mitte-Politikerin formell zur Demission aufgefordert wird. Dittli hat einen Rücktritt bereits am vergangenen Freitag ausgeschlossen. In einer persönlichen Stellungnahme verteidigte sie sich gegen einzelne Vorwürfe und bekräftigte ihren Willen, weiterhin für den Kanton tätig zu sein.

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Kommentare

User #2639 (nicht angemeldet)

Amtsmissbrauch = sofortige Entlassung.

User #5529 (nicht angemeldet)

Gegen die Waadtländer Staatsrätin Valérie Dittli stehen schwerwiegende Vorwürfe im Raum. unter anderem: Amtsmissbrauch, Geheime Vereinbarung & Zweckentfremdung öffentlicher Gelder, Mangelnde Transparenz & Täuschung, Unklarheiten bei ihrem Wohnsitz und ihren Steuerzahlungen etc. Das Waadtländer Kantonsparlament hat sie darum formell zum Rücktritt aufgefordert. Es reicht!

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