Polnische Sicherheitskräfte haben in der Nacht zum Donnerstag rund hundert Migranten an der Grenze zu Belarus festgenommen.
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Flüchtlingslager an der Grenze von Polen und Belarus. - BELTA/AFP
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Das Wichtigste in Kürze

  • Flüchtlinge wollten demnach Grenze nach Polen überqueren.

Die Flüchtlinge hätten versucht, die schwer bewachte Grenze nach Polen zu überqueren, teilte das Verteidigungsministerium in Warschau mit. Die Festnahmen ereigneten sich demnach nahe dem Dorf Dubicze Cerkiewne.

Das polnische Verteidigungsministerium teilte im Kurzbotschaftendienst Twitter mit, belarussische Einsatzkräfte hätten zunächst Aufklärung betrieben und «höchstwahrscheinlich» den Stacheldrahtzaun entlang der Grenze beschädigt. «Dann haben die Belarussen die Migranten gedrängt, polnische Soldaten zur Ablenkung mit Steinen zu bewerfen.» Der Versuch des Grenzübertritts sei in mehreren hundert Metern Entfernung erfolgt.

Auf Videoaufnahmen des Verteidigungsministeriums ist zu sehen, wie polnische Soldaten eine grosse Gruppe von Menschen umzingeln, die zusammengekauert in einem Waldstück neben Stacheldraht hockt.

Tausende Flüchtlinge zum Grossteil aus dem Nahen Osten, darunter viele Kurden aus dem Irak, sitzen derzeit in Belarus bei eisigen Temperaturen vor allem an der Grenze zum EU-Mitgliedstaat Polen fest. Brüssel wirft dem belarussischen Machthaber Alexander Lukaschenko vor, absichtlich Flüchtlinge in die EU zu schleusen, um Vergeltung für Sanktionsbeschlüsse der Europäer zu üben. Belarus weist dies zurück.

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