Merz im Weissen Haus: Ukraine muss Territorium bewahren
Bundeskanzler Friedrich Merz hat bei seinem Treffen mit US-Präsident Donald Trump die europäischen Positionen zum Krieg in der Ukraine bekräftigt.

«Wir alle wollen diesen Krieg so schnell wie möglich beendet sehen», sagte der CDU-Vorsitzende im Weissen Haus in Washington. «Aber die Ukraine muss ihr Territorium und ihre Sicherheitsinteressen bewahren.» Er werde mit Trump über das Thema reden, sagte Merz im Oval Office.
Merz ist zum dritten Mal bei Trump im Weissen Haus. Im Juni vergangenen Jahres absolvierte er seinen Antrittsbesuch. Dieser verlief ausgesprochen harmonisch. Trump bezeichnete Merz seinerzeit als «respektierten» und «guten Mann» und versprach: «Wir werden eine grossartige Beziehung zu Ihrem Land haben.» Im August war Merz dann mit anderen führenden europäischen Politikern bei einem Ukraine-Gipfel im Weissen Haus.
Auch diesmal lobte Trump seinen Gast aus Deutschland. Merz sei ein sehr erfolgreicher Mann, mache seine Arbeit sehr gut und sei sehr beliebt.
Für die frühere Kanzlerin Angela Merkel hatte er keine netten Worte übrig. Er habe mit Merkel «Differenzen» gehabt, sagte Trump im Oval Office beim zweiten bilateralen Treffen mit Merz seit seinem Amtsantritt. «Ich habe gesagt: Sie schaden Ihrem Land mit der Migration und Sie schaden Ihrem Land mit der Energiepolitik.»
Merz hingegen sei in beiden Fragen «ziemlich das Gegenteil» seiner Vorgängerin, sagte Trump. Er halte den neuen Kanzler für einen «ausgezeichneten Anführer» und betonte, die Beziehungen zwischen beiden Ländern seien stark.










