Mehr Grenzgänger aus Frankreich – weniger aus Italien

Keystone-SDA
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Obwalden,

Die Schweiz bleibt ein Magnet für Grenzgänger. Doch gerade im Süden bröckelt die Anziehungskraft: Das Tessin verliert italienische Arbeitskräfte.

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Die Schweiz bleibt ein beliebtes Ziel für Grenzgänger – aber nicht alle Regionen. (Symbolbild) - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Zahl der Grenzgänger ist in der Schweiz leicht gestiegen – aber nicht in allen Regionen.
  • Im Tessin, in der Ostschweiz und in Zürich sind die Zahlen gesunken.
  • Vor allem im Tessin fehlen Bewerbungen aus Norditalien.

414'262 Menschen sind im zweiten Quartal 2026 aus dem grenznahen Ausland in die Schweiz zur Arbeit gekommen.

Das ist ein leichtes Plus von 0,5 respektive 1,3 Prozent gegenüber dem Vor- und dem entsprechenden Vorjahresquartal. Im Tessin ging die Grenzgängerzahl zurück.

Ein vertiefter Blick in die am Donnerstag vom Bundesamt für Statistik (BFS) publizierten Daten zeigt: In den vergangenen drei Jahren hat sich nur die Zahl der Grenzgängerinnen und Grenzgänger aus Frankreich merklich erhöht.

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Die Schweiz zählt insgesamt mehr Grenzgänger – Doch das Tessin bildet die Ausnahme. (Symbolbild) - keystone

Jene aus Italien, Deutschland und Österreich blieb einigermassen stabil.

Die Zahl der Grenzgänger aus Italien sank um 1,1 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr kamen zwischen April und Juni weniger italienische Arbeitskräfte in die Schweiz.

Im Vergleich zum zweiten Quartal 2025 stieg die Zahl der Grenzgänger in mehreren Regionen. Besonders stark war der Zuwachs in der Genferseeregion (+2,8 Prozent) und in der Zentralschweiz (+2,7 Prozent).

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Auch im Mittelland (+1,8 Prozent), in der Nordwestschweiz (+1,0 Prozent) gab es mehr Grenzgänger.

Im Tessin (-0,6 Prozent) und in der Ostschweiz (-1,2 Prozent) ging die Zahl zurück. Am stärksten war der Rückgang in Zürich mit -1,5 Prozent.

Weniger Bewerbungen aus Norditalien

Die Statistik deckt sich mit Beobachtungen des Branchenverbands Gastro Ticino von Anfang Jahr.

Demnach sind die Bewerbungen aus Norditalien zurückgegangen. Insbesondere gut qualifizierte Arbeitnehmende hätten weniger Interesse an einem Arbeitsplatz im Tessin, hiess es.

Dies dürfte einerseits mit dem seit Juli 2023 geltenden neuen Steuerabkommen mit Italien zu tun haben.

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Gut qualifizierte Arbeitskräfte aus Norditalien verlieren das Interesse am Tessin. - pexels

Laut Einschätzung von Tessiner Gewerkschaften müssen Grenzgänger aufgrund des neuen Abkommens höhere Steuern entrichten. Andererseits hätten die Gewerkschaften in Italien mit Erfolg für eine bessere Arbeitssituation in der Branche gekämpft.

Kommentatoren von Tessiner Tageszeitungen sprachen damals von einem «historischen Rückgang» von Grenzgängerinnen und Grenzgängern. Gleichzeitig warnten Experten davor, verfrüht von einer Trendumkehr zu sprechen.

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Kommentare

Chrigel.B

Da hoffe ich doch der Jans bringt weitere Fachkräfte ins Tessin

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