Mautgebühren in Strasse von Hormus sorgen für Kritik

    Esada Kunic
    Esada Kunic

    Iran,

    Der Iran verlangt Mautgebühren für Durchfahrt durch die Strasse von Hormus, was international auf erhebliche Kritik stösst und Handelsfragen aufwirft.

    hormus blockade
    Ein 14-Punkte-Memorandum soll Waffenruhe, Hormus und blockierte Gelder regeln. - keystone

    Seit einer fragilen Waffenruhe zwischen dem Iran und den USA bleibt es in der strategischen Strasse von Hormus angespannt. Laut dem «SRF» verlangt Teheran von einigen kommerziellen Schiffen Mautgebühren.

    Schiffe müssen Unterlagen vorlegen, Freigabecodes einholen und von Revolutionsgarden begleitete Korridore nutzen.

    Befürwortest du die Gebühren für die Schiffsdurchfahrt durch die Strasse von Hormus?

    Die Mautgebühren variieren je nach Ladung und Schiffsgrösse. Der «Tagesspiegel» berichtet von einem Dollar pro Barrel Öl als Forderung.

    Völkerrecht versus politische Realität

    Einige Berichte erwähnen Pauschalgebühren von bis zu zwei Millionen Dollar pro Tanker. Hamid Hosseini, Sprecher einer iranischen Ölexporteur-Vereinigung, sagte dem «Tagesspiegel», dass der Iran überwachen müsse.

    Das iranische Vorgehen widerspricht dem internationalen Seerecht. Die Seerechtsexpertin Nele Matz-Lück sagte dem «SRF», dass der Iran die Durchfahrt gebührenfrei gewährleisten müsse.

    Das Seerechtsübereinkommen garantiert das Recht der freien Schifffahrt. Ob dieses Recht durchsetzbar ist, bleibt fraglich, da der Iran wichtige internationale Gerichte nicht anerkennt.

    Internationale Kritik wird laut

    Mehrere Länder lehnen die Mautforderungen des Iran entschieden ab. Der griechische Regierungschef Kyriakos Mitsotakis sagt dem «SRF», dass ein iranisches Mautsystem völlig inakzeptabel wäre.

    Grossbritannien warnt vor dem Verlust fundamentaler Meeresfreiheiten. Die britische Aussenministerin Yvette Cooper betont, dass diese Freiheiten nicht an Bieter verkauft werden dürfen.

    Straße von Hormus
    Doch die Europäer wollen den Iran nicht verärgern. - keystone

    Deutschland fordert ebenfalls gebührenfreie Passage durch die Meerenge. Das Auswärtige Amt verweist auf das UNO-Seerechtsübereinkommen, das internationale Gewässer schützt.

    Kontrollverfahren in Strasse von Hormus

    Der Iran setzt die Mautforderung in der Strasse von Hormus über Schnellboote der Revolutionsgarden durch. Die «WirtschaftsWoche» berichtet, dass Boote im internationalen Gewässer patrouillieren und Passagen verhindern.

    Die Strasse von Hormus ist nur 34 Kilometer breit. Ein grosser Tanker kann praktisch unmöglich unbemerkt durchschlüpfen, meldet die Publikation.

    Jedes Schiff muss einen offiziellen Antrag im Iran stellen. Die Reedereien müssen umfangreiche Informationen über Eigentum, Management und Finanzierung vorlegen.

    Kommentare

    User #6479 (nicht angemeldet)

    Jemand muss Kriegsschaden zahlen oder etwa nicht??????

    User #5004 (nicht angemeldet)

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