Massiver russischer Raketenangriff auf Kiew

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Ukraine,

Russland hat in seinem Krieg gegen die Ukraine einen der bisher massivsten Angriffe mit ballistischen Raketen auf die Hauptstadt Kiew ausgeführt. Dutzende Explosionen, teils von Flugabwehrraketen, waren in der Nacht im Zentrum der Dreimillionenstadt zu hören, wie ein Reporter vor Ort berichtete. Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach von einem «der massivsten ballistischen Angriffe auf Kiew» sowie von einem Toten und 16 Verletzten.

Nach einem russischen Angriff steigt Rauch über der Stadt auf. Foto: Efrem Lukatsky/AP/dpa
Nach einem russischen Angriff steigt Rauch über der Stadt auf. Foto: Efrem Lukatsky/AP/dpa - Keystone/AP/Efrem Lukatsky

«Der Feind hat über 40 Raketen verschiedener Typen abgefeuert, von denen die meisten auf die Hauptstadt gerichtet waren, sowie 120 Angriffsdrohnen», teilte Selenskyj bei Telegram mit. Mehrere Häuser und auch Autos seien zerstört worden, berichteten die Behörden.

Bürgermeister Vitali Klitschko informierte über Einschläge und Schäden in mehreren Stadtteilen. Es sei zu Bränden gekommen. Angaben der ukrainischen Flugabwehr wurden 23 Einschläge von Raketen und 10 von Drohnen registriert. Demnach wurde ein grosser Teil der Flugobjekte zerstört.

Die Ukraine wehrt sich seit mehr als vier Jahren gegen die russische Invasion. Mit westlicher Hilfe, besonders aus Deutschland, wurde die Flugabwehr modernisiert. Zuletzt klagte Kiew jedoch über einen Mangel an Lenkkörpern für das Flugabwehrsystem Patriot zur Abwehr ballistischer Raketen.

«Der Schutz vor ballistischen Raketen ist derzeit eine ständige und oberste Priorität», sagte Selenskyj. «Abfangraketen werden jeden Tag benötigt.» Er rief die Verbündeten des Landes auf, die zugesagten Raketenabwehrsysteme zu liefern. «Diese Lieferungen bedeuten derzeit buchstäblich gerettete Menschenleben bei jedem massiven russischen Angriff.» Insgesamt habe Russland in dieser Woche etwa 1.450 Drohnen, mehr als 1.640 Gleitbomben und 99 Raketen und Marschflugkörper eingesetzt.

Das russische Verteidigungsministerium teilte mit, in Kiew seien ein grosses Logistikzentrum der Post für die Lagerung von Bauteilen für Waffen sowie mehrere Betriebe für die Produktion von Raketenkomponenten Ziele der Angriffe gewesen. Im Kiewer Gebiet sei ein Zentrum zur Aufbewahrung und Verteilung von Elementen für die Produktion von weitreichenden Drohnen getroffen worden. Unabhängig überprüfbar waren diese Angaben nicht.

Auch die Hafeninfrastruktur im Süden am Schwarzen Meer sei erneut angegriffen worden, teilte das Ministerium in Moskau weiter mit. So seien im Raum Odessa Anlagen für die Lagerung militärischer Güter sowie von den Streitkräften genutzte Treibstoffdepots beschossen worden. Die Ukraine veröffentlicht – wie Russland – keine Informationen zu Schäden an militärisch genutzten Objekten.

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Kommentare

User #4998 (nicht angemeldet)

Russland ist die Weltmacht und hat noch keinen großen Krieg verloren. Das wird in diesem Fall wieder sein. Je schneller Westen das begreift,desto besser.

User #3131 (nicht angemeldet)

Ich finde, beim nächsten NATO-Beitritt sollten wir unbedingt kostenlos Bratwürste verteilen, damit die Sanktionen besser schmecken.

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