Wie bitte? Schneekanonen könnten gegen Waldbrände im Einsatz stehen
Die Waldbrandgefahr in der Schweiz wird vielerorts gross oder sogar sehr gross eingestuft. Bei einem Brand könnten Beschneiungsanlagen eingesetzt werden.

Das Wichtigste in Kürze
- In Skiregionen fliesst im Winter aus Speicherseen Wasser über Leitungen auf die Pisten.
- Die bestehenden Leitungen und Schneekanonen könnten im Ernstfall auch im Sommer gebraucht werden.
- Die Beschneiungsanlagen würden als riesige Sprinkleranlagen dienen und sind im Kanton Bern in der Einsatzplanung vorgesehen.
Durch die anhaltende Trockenheit der letzten Tage ist die Waldbrandgefahr in der Schweiz gestiegen. In vielen Regionen wird die Gefahr gross oder sogar sehr gross eingestuft.
Um einen Waldbrand zu löschen, braucht man schnell viel Wasser und das Wasser muss transportiert werden. In den Feuerwehr-Korps gibt es Einsatzkonzepte, wie bei einem Waldbrand vorgegangen wird.
Der Kanton Bern sieht nun auch Schneekanonen in seinen Einsatzplanungen vor, um Waldbrände zu bekämpfen, wie SRF berichtet.
Der Berner Feuerwehr-Inspektor Christian Bieri sagt zum Sender: «Bisher wurde von dieser Möglichkeit noch kein Gebrauch gemacht.» Aber es sei gut, für den Ernstfall einen solchen Plan in der Hinterhand zu haben.
In Schweizer Skiregionen gibt es bestehende Beschneiungsanlagen. So zum Beispiel im Gebiet Adelboden-Lenk im Berner Oberland.
Dort gibt es einen Speichersee und Wasserleitungen, die ins ganze Skigebiet führen. Im Winter werden über diese Leitungen die Schneekanonen mit Wasser gespeist.
Bei Bedarf könne man die Leitungen auch im Sommer brauchen, erklärt Stefan Buchs, Betriebsleiter der Bergbahnen Adelboden-Lenk, gegenüber SRF. Dies sei eine Möglichkeit, das Wasser innert kurzer Zeit kilometerweit im ganzen Gebiet zu verteilen.
In Amerika und in Australien werden Schneekanonen schon als riesige Sprinkleranlagen zum Löschen von Wald- und Buschbränden eingesetzt.











