Massive russische Luftangriffe auf Kiew - Tote in Dnipro

Keystone-SDA
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Ukraine,

Russland hat Kiew und weitere ukrainische Städte in der Nacht massiv mit Raketen und Drohnen angegriffen. Fast 20 Menschen wurden getötet.

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Russland hat in der Nacht massive Luftangriffe auf die Ukraine veranlasst. - @den_kazansky

Das Wichtigste in Kürze

  • Russland griff in der Nacht Kiew, Dnipro, Charkiw und Saporischschja an.
  • Mindestens 10 Menschen wurden getötet, fast 100 weitere verletzt.
  • Selenskyj warnte bereits seit Tagen vor dem Angriff – und beklagte fehlende Abwehrmittel.

Bei russischen Angriffen mit Drohnen und Raketen auf die ukrainische Hauptstadt Kiew und andere Landesteile sterben fast 20 Menschen. Mehr als 100 Verletzte gibt es.

Heftige Explosionen rissen in der Nacht die Menschen in Kiew aus dem Schlaf. Dabei wurden in der Dreimillionenstadt mindestens sechs Menschen getötet und 66 weitere verletzt, wie Bürgermeister Vitali Klitschko auf Telegram schrieb. Unter den Verletzten sind laut Klitschko auch drei Kinder.

Wie soll der Westen auf den Angriff reagieren?

Mehrere Gebäude wurden demnach beschädigt und gerieten in Brand. Viele Einwohner suchten Zuflucht in U-Bahn-Stationen und Luftschutzkellern. Kurzzeitig kam es auch zu Stromausfällen und Problemen bei der Wasserversorgung. Im Morgengrauen zeugten schwarze Rauchwolken über dem Zentrum von Bränden.

Dnipro trifft es schwer

In der Stadt Dnipro wurden bei dem nächtlichen Angriff Behördenangaben zufolge mindestens zwölf Menschen getötet und 37 weitere verletzt.

In der Millionenstadt seien zuletzt die Leichen einer Frau und eines achtjährigen Jungen aus den Trümmern gezogen worden, schrieb der Militärgouverneur der Region Dnipropetrowsk, Olexander Hanscha, bei Telegram. Insgesamt hat das russische Militär bei der Attacke mindestens drei Kinder getötet.

Dnipro Ukraine-Krieg
In Dnipro - Screenshot/X

In der östlichen Stadt Charkiw wurden dem Bürgermeister zufolge mindestens zehn Menschen verletzt. Russland griff auch Ziele in der Stadt Saporischschja an.

Laut der ukrainischen Luftwaffe setzte Moskau bei den Angriffen auch ballistische Raketen und Marschflugkörper ein. Weder diese Angaben noch jene zu den Opferzahlen liessen sich unabhängig überprüfen.

Menschen unter Trümmern befürchtet

In Kiew stürzte im Bezirk Podilskyj ein mehrstöckiges Wohnhaus nach einem Angriff ein, wie Bürgermeister Klitschko auf Telegram schrieb. Es werde befürchtet, dass Menschen unter den Trümmern verschüttet sind. Anderswo habe ein Angriff die oberen Stockwerke eines 15-stöckigen Wohnhauses beschädigt. Es gebe mehrere Brände im Stadtgebiet.

Luftabwehr in Alarmbereitschaft in Polen

Im westlichen Nachbarland Polen erklärte das Militär auf der Plattform X, angesichts der russischen Angriffe in der Ukraine sei die Luftabwehr in Alarmbereitschaft versetzt worden, Militärflugzeuge seien aufgestiegen.

In Polen kommt es bei grösseren Angriffen in der Ukraine immer wieder zur Alarmierung der Luftabwehr, manchmal steigen dabei auch Kampfjets von Nato-Partnern auf.

Angriff folgt auf deutliche Warnungen Selenskyjs

Russland hatte Kiew erst vor knapp zehn Tagen massiv mit ballistischen Raketen und Drohnen angegriffen. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj warnte seit Ende vergangener Woche mehrmals vor einem weiteren massiven russischen Luftangriff.

«Die Information des Geheimdienstes über einen möglichen massiven Angriff bleibt aktuell», sagte der Staatschef in einer Videobotschaft am Samstag. Er forderte die Ukrainer auf, Luftalarm nicht zu ignorieren.

Ukraine-Krieg
Viele Einwohner von Kiew suchten in der Nacht Zuflucht in U-Bahn-Stationen und Luftschutzkellern. - Screenshot/X

Zwar sei die ukrainische Flugabwehr in Bereitschaft, erklärte Selenskyj. Jedoch räumte er ein, dass fehlender Nachschub westlicher Verbündeter für die Abwehr von ballistischen Raketen und Marschflugkörpern Probleme bereite.

Die Ukraine wehrt sich seit mehr als vier Jahren mit westlicher Hilfe gegen eine russische Invasion.

Moskau: Angriffe gegen militärische Ziele

Das russische Verteidigungsministerium hat die Attacken als Vergeltung für ukrainische Angriffe gerechtfertigt.

Am Abend zuvor hatte Kremlchef Wladimir Putin bei einer Sitzung des nationalen Sicherheitsrats Kiew mit Blick auf einen Drohnenangriff auf ein Wohnheim im vom Russland besetzten ostukrainischen Gebiet Luhansk «Verbrechen gegen Kinder und Jugendliche» vorgeworfen. Bei der Attacke waren 21 junge Menschen ums Leben gekommen.

Kommentare

User #6256 (nicht angemeldet)

Putin wettert wegen dem Angriff in Luhansk. Er verschweigt allerdings, das in genau dem getroffenen Gebäude auch russisches Militär einquartiert war. Wie im Golfkrieg, da hat Saddam Spitäler als Munitionslager missbraucht.

User #2738 (nicht angemeldet)

Ukraine? Gaaht mich nüd was!

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