«Legitimes Ziel»: Jetzt droht der Iran den Briten-Royals
Der Iran droht der britischen Königsfamilie und erklärt britische Militärstützpunkte zu legitimen Angriffszielen.

Das Wichtigste in Kürze
- Teheran erklärt britische Militärbasen zu legitimen Zielen.
- Die Revolutionsgarde macht die Monarchie für Angriffe auf Iran mitverantwortlich.
- London sagt, man könne sich jeder Zeit verteidigen.
Der Iran hat die britische Königsfamilie direkt bedroht. Auslöser ist die Nutzung des britischen Militärstützpunkts RAF Fairford in der Grafschaft Gloucestershire durch die US-Streitkräfte.
Von dort aus sollen jüngst amerikanische Langstreckenbomber zu Angriffen auf den Iran gestartet sein. Eine offizielle Bestätigung dafür gibt es bislang nicht, berichtet die britische Zeitung «Mirror».
Die iranische Revolutionsgarde (IRGC) veröffentlichte eine Erklärung mit dem Titel «Warnung an die britische Monarchie».
Iran nennt britische Monarchie «Hauptursache des Unglücks»
In der Drohung bezeichnet die IRGC die britische Monarchie als die «Hauptursache» für das «Unglück» der Menschen in der Region. Sie wirft ihr vor, islamische Länder gespalten, Massaker mitverursacht und autoritäre Regierungen eingesetzt zu haben.
Zudem macht die Revolutionsgarde das britische Königshaus für die Besetzung Palästinas und die «Nakba» verantwortlich. Der arabische Begriff für «Katastrophe» beschreibt die Flucht und Vertreibung Hunderttausender Palästinenser im Zusammenhang mit der Staatsgründung Israels 1948.
Zudem legt die IRGC die Monarchie zur Last, Angriffe der USA und Israels auf den Iran unterstützt zu haben.
Die IRGC erklärte zudem, dass «jede Basis, die für die Invasion iranischen Territoriums genutzt wird, ein legitimes Ziel» sei. Diese Aussage richtet sich direkt gegen britische Militäreinrichtungen. Damit weitete Teheran seine Angriffsziele offiziell auf das Vereinigte Königreich aus.
Im März genehmigte Ex-Premierminister Keir Starmer die Nutzung von RAF Fairford für «defensive» US-Angriffe gegen iranische Kräfte.
Britische Soldaten beteiligten sich jedoch nicht am Konflikt. Eine direkte Beteiligung am Krieg von US-Präsident Donald Trump gegen den Iran lehnte der Ex-Premier ab.
Grossbritannien «rund um die Uhr bereit, sich zu verteidigen»
Die britische Regierung kommentiert gegenüber dem «Mirror» militärische Operationen fremder Staaten aus Sicherheitsgründen grundsätzlich nicht.
Auf die konkrete Drohung gegen RAF Fairford reagierte ein Regierungssprecher jedoch mit einer klaren Aussage: «Unsere Streitkräfte sind bereit, das Vereinigte Königreich vor jeder Art von Angriffen zu schützen. Sowohl auf unserem Staatsgebiet als auch aus dem Ausland.»
Das Vereinigte Königreich sei «rund um die Uhr bereit, sich zu verteidigen».



















