Israel und Marokko wollen Beziehungen weiter aufwerten

Keystone-SDA
Keystone-SDA

Israel,

Israel und Marokko wollen erstmals seit der Wiederaufnahme ihrer Beziehungen Botschafter in ihre jeweiligen Hauptstädte entsenden.

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu. - keystone

Die bisherigen Verbindungsbüros in beiden Ländern sollen entsprechend zu vollwertigen Botschaften aufgewertet werden, wie der israelische Aussenminister Gideon Saar nach einem trilateralen Treffen mit den USA in New York auf der Plattform X bekanntgab. Marokko war eines von vier arabischen Ländern, die 2020 im Rahmen der von den USA vermittelten Abraham-Abkommen Schritte zur Normalisierung der Beziehung zu Israel unternahmen.

Die Eröffnung regulärer Botschaften war bereits 2020 als Ziel der Normalisierung vorgesehen. Die in New York getroffene Vereinbarung sieht nun die Umsetzung dieses Vorhabens vor. Laut einer von der US-Mission bei den Vereinten Nationen veröffentlichten gemeinsamen Erklärung ist zudem die Wiederaufnahme von Direktflügen zwischen Marokko und Israel – einschliesslich solcher durch israelische und marokkanische Fluggesellschaften – noch vor Jahresende geplant. Beide Länder wollen ferner bis Jahresende Abkommen zum Investitionsschutz und zur Vermeidung von Doppelbesteuerung treffen.

«Die Beziehungen zwischen Israel und Marokko sind wichtig und bergen grosses Potenzial für unsere beiden Völker. Wir danken unseren amerikanischen Freunden für ihren wichtigen Beitrag zu deren Stärkung», schrieb Aussenminister Saar nach dem Treffen mit seinem marokkanischen Amtskollegen Nasser Bourita und dem US-Botschafter bei den Vereinten Nationen, Mike Waltz.

Im Zuge der Abraham-Abkommen hatten neben Marokko auch die Vereinigten Arabischen Emirate, Bahrain und der Sudan begonnen, ihre Beziehungen zu Israel zu normalisieren. Die Verträge waren ein Meilenstein – brachen sie doch mit dem Grundsatz, vor einer Annäherung an Israel müsse dessen Konflikt mit den Palästinensern gelöst werden. Im Gegenzug erkannten die USA und Israel Marokkos Anspruch auf die Westsahara an. Beide Verbündeten bekräftigten nun diese Position. Der Status der Westsahara ist international umstritten. Das diplomatische Gewicht verschiebt sich aber zunehmend zugunsten Marokkos.

Mehr zum Thema:

Kommentare

Weiterlesen

a
Tinder-Date

MEHR IN POLITIK

UBS Zürich
1 Interaktionen
Für die UBS
Fed-Chef Kevin Warsh
Fed-Zinsentscheid
Palästinenserpräsident Mahmud Abbas
5 Interaktionen
Berichte
Russischer Luftangriff auf Kiew
6 Interaktionen
Verletzt

MEHR AUS ISRAEL

israel
52 Interaktionen
Nach Venedig-Erfolg