Iran nennt US-Sanktionen Zeichen der Verzweiflung

    Esada Kunic
    Esada Kunic

    Iran,

    Teheran feuert zurück: Iran droht den Golfstaaten und kündigt an, Ölrouten zu sperren, falls sie sich Washingtons Sanktionskurs anschliessen.

    iran krieg Abbas Araghtschi
    Aussenminister Abbas Araghtschi bezeichnete die angekündigten US-Sanktionen gegen den Iran als Ausdruck von Hilflosigkeit. - keystone

    Der Sekretär des Nationalen Sicherheitsrats in Iran, Mohsen Resai, hat die Nachbarstaaten am Persischen Golf scharf gewarnt. Wer sich dem von den USA angekündigten «Wirtschaftskrieg» anschliesse, werde als «Feind» betrachtet, sagte er laut der «Tagesschau».

    Resai drohte zudem damit, dass Iran bei einer Eskalation auch Ölrouten ausserhalb der Strasse von Hormus ins Visier nehmen werde. Kein Tropfen Öl solle den Persischen Golf passieren, sollten sich Nachbarstaaten Washington anschliessen.

    Glaubst du, dass der US-Wirtschaftskrieg gegen Iran zu einer Lösung des Konflikts führen wird?

    Auch der iranische Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf meldete sich laut «ORF» zu Wort. Er teilte auf X einen Comic, der andeutete, die US-Sanktionen könnten wie ein Bumerang auf die USA selbst zurückfallen.

    Araghtschi: Sanktionen Zeichen der Verzweiflung

    Irans Aussenminister Abbas Araghtschi wies die US-Drohungen als Ausdruck von Ratlosigkeit zurück. Washington müsse mit Iran respektvoll sprechen, um eine Lösung zu finden, sagte er in einem Video, das der «ORF» zitierte.

    Araghtschi erklärte laut «ZDFheute», alle bisherigen US-Aktionen seien gescheitert – und auch die neuen Sanktionen würden dasselbe Schicksal erleiden. Er ordnete wirtschaftliche Kriegsführung zudem als wiederkehrendes Muster und langjährige Taktik Washingtons ein, mit der das Land umzugehen gelernt habe.

    Hintergrund ist die Ankündigung von US-Finanzminister Scott Bessent, am Montag die «härtesten Sanktionen der Geschichte» gegen Iran vorstellen zu wollen. Bessent sprach im Vorfeld von einem «wirtschaftlichen D-Day», wie der «ORF» berichtet.

    Präsident räumt wirtschaftliche Schieflage im Iran ein

    Präsident Massud Peseschkian gab sich in einer Rede laut «ZDFheute» gemässigter als andere Vertreter der Führung. Er räumte ein, das Land habe mit erheblichen Schwierigkeiten bei der Versorgung mit Wasser, Strom, Gas und Benzin zu kämpfen.

    Iran Präsident Peseschkian
    Präsident Massud Peseschkian räumte ein, Iran kämpfe derzeit mit gravierenden Versorgungsengpässen bei Strom, Gas und Benzin. - keystone

    «Ich bin mir bewusst, dass unsere Gesellschaft derzeit mit vielen Schwierigkeiten zu kämpfen hat», sagte Peseschkian im Staatsfernsehen. Er betonte laut «ORF» gleichzeitig, das Volk stehe zusammen und Iran werde dem Druck standhalten.

    Peseschkian machte laut der «Tagesschau» auch einen Zusammenhang zwischen dem Konflikt und der Wirtschaft deutlich. Solange die Lage festgefahren sei, könne Iran keine Investitionen anziehen, da Kapital äusserst empfindlich auf Risiken reagiere, so der Präsident.

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    Kommentare

    User #4594 (nicht angemeldet)

    Er hat recht.! Verzweiflung pur!

    User #5195 (nicht angemeldet)

    Europa hat noch nicht begriffen dass es um ganz anderes geht als um frueh pensionieren, viel Ferien, mehr Rente, weniger arbeiten, Fragequiz und Chips am abendd.

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