Iran lehnt Beschränkungen für Atomprogramm ab

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Bern,

Der Iran weist Forderungen von US-Präsident Donald Trump zurück, sein Atomprogramm einzuschränken.

ARCHIV - Mohammed Eslami, Leiter der iranischen Atomenergiebehörde (AEOI), hört während seiner gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Generaldirektor der Internationalen Atomenergie-Org...
ARCHIV - Mohammed Eslami, Leiter der iranischen Atomenergiebehörde (AEOI), hört während seiner gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Generaldirektor der Internationalen Atomenergie-Org... - Keystone/AP/Vahid Salemi

Irans Atomchef Mohamed Eslami sagte laut iranischer Nachrichtenagentur Isna, der Iran habe wie die USA das Recht, eine fortgeschrittene Nukleartechnologie zu nutzen. «Wir lehnen daher die amerikanischen Forderungen nach jeglichen Beschränkungen unseres Atomprogramms ab.»

Zuvor hatte Trump dem Iran mit einem militärischen Eingreifen wie in Venezuela gedroht. Auf seiner Plattform Truth Social schrieb Trump: «Hoffentlich wird der Iran schnell an den Verhandlungstisch kommen und ein faires und gerechtes Abkommen aushandeln – KEINE ATOMWAFFEN –, das für alle Parteien gut ist.» Trump droht andernfalls mit einem Militäreinsatz.

Der Iran erklärt seit Jahren, sein Atomprogramm diene zivilen Zwecken, während die USA – ebenso wie europäische Staaten – der Führung in Teheran vorwerfen, eine nukleare Bewaffnung anzustreben. Im Wiener Atomabkommen von 2015 hatte sich die Islamische Republik bereits einmal verpflichtet, das Nuklearprogramm einzuschränken. Im Gegenzug sollten Sanktionen aufgehoben werden. 2018, in seiner ersten Amtszeit, kündigte Trump die Vereinbarung jedoch einseitig auf.

Trump fordert vom Iran unter anderem, vollständig auf eine heimische Urananreicherung zu verzichten. Ausserdem soll der Iran seine Bestände an hochangereichertem Uran an Drittstaaten übergeben.

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Kommentare

User #2036 (nicht angemeldet)

Tausende von Toten und die UNO schweigt.

User #5854 (nicht angemeldet)

Recht vorlaut angesichts der drohenden Folgen eines amerikanischen Angriffs, der - wie Präsident Trump bereits angemahnt hat - weitaus heftiger ausfallen wird als der vorangegangene.

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