Iran deutet vor dritter Gesprächsrunde Kompromisswillen an
Der Iran zeigt sich vor dritter Gesprächsrunde kompromissbereit. Donnerstag wird in Genf weiter verhandelt.

Kurz vor der für Donnerstag geplanten dritten Verhandlungsrunde zeigt sich Iran zu einer raschen Einigung bereit, berichtet das «Handelsblatt».
Die Regierung in Teheran sei willens, alle notwendigen Schritte zu unternehmen, sagte Vize-Aussenminister Madschid Tacht-Rawanchi staatlichen Medien zufolge.
Jeder Angriff der USA auf Iran sei ein echtes Wagnis, warnte der Vize-Aussenminister am Dienstag. Die iranische Führung strebt eine schnellstmögliche Einigung mit den Vereinigten Staaten an.
Dritte Runde unter Vermittlung Omans
Am Donnerstag sollen die Beratungen in Genf unter Vermittlung des Omans fortgesetzt werden. Der Aussenminister des Omans, Badr al-Busaidi, bestätigte das Datum, wie die «Tagesschau» meldet.
US-Präsident Donald Trump hat dem Iran mehrfach mit einem Militärangriff gedroht, sollte es zu keinem Ergebnis kommen. Seine Sprecherin Karoline Leavitt erklärte am Dienstag, Trumps erste Wahl sei immer die Diplomatie.
Notfalls sei er aber bereit, auch tödliche Gewalt anzuwenden, zitiert «T-Online» die Sprecherin. Die USA haben bereits ihre Militärpräsenz in der Region deutlich verstärkt.
Grosse Differenzen beim Atomprogramm
Die USA verlangen vom Iran eine vollständige Einstellung der Urananreicherung und eine Begrenzung seines Raketenprogramms. Zudem fordern Washington und Israel ein Ende der Unterstützung regionaler Verbündeter wie der Hisbollah im Libanon.
Auch die Hamas im Gazastreifen und die Huthi-Miliz im Jemen sollen nicht länger unterstützt werden. Der Iran hat sich kompromissbereit hinsichtlich seines Atomprogramms gezeigt, so «T-Online».

Sein Programm für ballistische Raketen bezeichnete Teheran jedoch mehrfach als rote Linie, die nicht überschritten werden dürfe.
Iran hofft auf besseres Abkommen
Der iranische Aussenminister Abbas Araghtschi rechnet mit konkreten Fortschritten bei den Gesprächen am Donnerstag, meldet das «SRF». Er zeigte sich zuversichtlich, dass ein besserer Deal als das Wiener Atomabkommen von 2015 möglich sei.
Es gebe Elemente, die deutlich über die damalige Vereinbarung hinausgehen könnten, sagte der iranische Chefdiplomat. Ein solches Abkommen könne die friedliche Natur des iranischen Atomprogramms garantieren und eine Aufhebung der Sanktionen ermöglichen.
Teheran ist lediglich bereit, den derzeitigen Anreicherungsgrad von 60 Prozent zu senken, berichtet das «SRF». Im Gegenzug verlangt Iran die Aufhebung sämtlicher westlicher Sanktionen gegen das Land.












