Grünen-Politikerin wirbt für freiwillige Entscheidung bei Organspende

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Deutschland,

In der Debatte um eine Neuregelung der Organspende hat die Grünen-Gesundheitspolitikerin Kirsten Kappert-Gonther für eine freiwillige Entscheidung der Menschen geworben.

Behälter zum Transport von Organen
Behälter zum Transport von Organen - dpa/AFP/Archiv

Das Wichtigste in Kürze

  • Spahn stellt fraktionsübergreifen Vorstoss für Widerspruchslösung vor.

Bei einer so persönlichen Frage müsse es eine freiwillige Entscheidung geben, sagte Kappert-Gonther am Montag im ARD-«Morgenmagazin». Das Vertrauen in das Transplantationssystem werde durch gute Aufklärung und eine selbstbestimmte Entscheidung gestärkt.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) stellt am Montagmorgen zusammen mit anderen Abgeordneten verschiedener Parteien einen fraktionsübergreifenden Vorstoss für eine Widerspruchslösung vor. Der Entwurf sieht eine doppelte Widerspruchsmöglichkeit vor. Demnach soll jeder als Organspender gelten, wenn er nicht entweder selbst dem widersprochen hat oder seine Angehörigen dies tun.

Bisher ist es umgekehrt: Jeder muss für eine Organspende dieser ausdrücklich zu Lebzeiten zugestimmt haben oder die Angehörigen müssen dies nach seinem Tod an seiner Stelle tun.

Die Grünen-Politikerin Kappert-Gonther stellte sich gegen die Widerspruchslösung. Es dürfe bei einer «zutiefst persönlichen» Frage nicht sein, dass Schweigen Zustimmung bedeute. Sie plädierte stattdessen dafür, dass die Bürger etwa bei der Beantragung eines Personalausweises über die Organspende informiert werden. Sie sollen demnach dann gebeten werden, sich zu entscheiden.

Die Zustimmungsrate zur Organspende liege bei 80 Prozent, aber nur 30 Prozent der Bürger hätten einen Organspendeausweis. Sie gehe davon aus, dass die Zustimmungsrate nach oben gehe werde, wenn die Menschen gezielt angesprochen würden. Die Grünen-Abgeordnete zeigte sich zudem überzeugt, dass es für diesen Vorschlag eine «klare Mehrheit» im Bundestag geben werde.

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