Grönland-Konflikt: Dänemark bedankt sich bei Partnern

Keystone-SDA
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Belgien,

Nach der überraschenden Deeskalation von US-Präsident Donald Trump im Grönland-Konflikt hat sich Dänemark bei seinen europäischen Partnern für die Rückendeckung bedankt. «Ich möchte deutlich machen, wie dankbar wir im Königreich Dänemark – einschliesslich Grönland – sind für all die Unterstützung, die wir aus ganz Europa erhalten haben», sagte die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen bei einem Treffen der europäischen Staats- und Regierungschefs in Brüssel.

Mette Frederiksen, Ministerpräsidentin von Dänemark, kommt zum EU-Sondergipfel in Brüssel an. Foto: Michael Kappeler/dpa
Mette Frederiksen, Ministerpräsidentin von Dänemark, kommt zum EU-Sondergipfel in Brüssel an. Foto: Michael Kappeler/dpa - Keystone/dpa/Michael Kappeler

Die Unterstützung sei in der sehr schwierigen Situation, in die das Land gebracht worden sei, von enormer Bedeutung gewesen, so Frederiksen. Wenn Europa zusammen und für sich selbst einstehe, würden sich Ergebnisse zeigen. «Ich glaube, wir haben in den letzten Tagen und Wochen etwas gelernt. Nun wollen wir selbstverständlich eine Lösung finden.»

US-Präsident Trump hatte zuletzt mehrfach mit der Übernahme der Arktisinsel Grönland, die zu Dänemark gehört, gedroht. Nach einem Gespräch mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte am Mittwoch hatte Trump seine Drohung mit Strafzöllen gegen Deutschland und andere europäische Länder zum 1. Februar überraschend zurückgenommen. Begründet hatte Trump das damit, dass während des Treffens mit Rutte ein Rahmen für eine zukünftige Vereinbarung über Grönland und die gesamte Arktisregion entstanden sei.

Auf die Frage, ob man den USA noch vertrauen könne, antwortete Frederiksen, man habe viele Jahre sehr eng mit den USA zusammengearbeitet. «Aber wir müssen respektvoll zusammenarbeiten, ohne uns gegenseitig zu bedrohen.» Daher hoffe sie, eine politische Lösung im Rahmen der Demokratie und der Zusammenarbeit als Verbündete zu finden.

Kommentare

User #3392 (nicht angemeldet)

Die Dänen hatten 100 Jahre Zeit den Wert der Insel zu realisieren und/oder zu nutzen. Das haben sie aber schlicht verschlafen. Jetzt kommt D. Trump und die Aufregung ist gross. Dänemark hat dort 60 Soldaten stationiert. Die USA 150. Während des Kalten Krieges hatten die USA dort 6.000. Dieser Kalte Krieg ist wieder aktuell mit Dollar vs. BRICS-Währung. In Paris, Berlin, Wien, Rom etc sind tausende unbewohnte Häuser von Hausbesetzern besetzt. Sowas passiert, wenn man Liegenschaften nicht nutzt und verwahrlosen lässt. Ein Immobilienhai wie D. Trump weiss natürlich wie man mit diesem Thema umgeht. Bevor er Russen oder Chinesen in die Iglus auf Grönland einziehen lässt, zieht der selber da ein.

User #6021 (nicht angemeldet)

Aber König von Dänemark reagiert nicht mehr und schweigen. Warum?

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