Griechenland rüstet im Mittelmeer weiter auf

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Griechenland,

Griechenland hat die erste von vier hochmodernen, jeweils rund eine Milliarde Euro teuren Fregatten empfangen, die Athen von Frankreich gekauft hat.

Kimon, die erste von vier modernen, in Frankreich gebauten Fregatten, die Teil von Griechenlands großem militärischen Modernisierungsprogramm sind, segelt bei ihrer Ankunft im Saronis...
Kimon, die erste von vier modernen, in Frankreich gebauten Fregatten, die Teil von Griechenlands großem militärischen Modernisierungsprogramm sind, segelt bei ihrer Ankunft im Saronis... - Keystone/Pool AP/Thanassis Stavrakis

«Es ist ein weiterer Schritt, damit die Abschreckungsfähigkeit des Landes von niemandem infrage gestellt wird», sagte der griechische Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis bei dem Festakt zum Empfang des Kriegsschiffes, der vom griechischen Fernsehen übertragen wurde.

Die Anschaffung der Schiffe des Typs Belharra ist Teil des grossen Rüstungsprogramms des Landes: Bis 2036 will Athen 25 Milliarden Euro (23,3 Milliarden Franken) in neue Waffensysteme, Schiffe, Kampfjets und moderne Verteidigungstechnologien stecken. Dafür wird auch das EU-Rüstungsprogramm Safe genutzt. Geplant sind unter anderem die Anschaffung von 20 US-amerikanischen F-35-Tarnkappenjets sowie der Kauf neuer israelischer Luftabwehrsysteme.

Obwohl sich das Land nach der schweren Finanzkrise von 2010 bis 2018 immer noch im Aufbau befindet, werden die hohen Militärausgaben weder von politischen Parteien noch von der Bevölkerung kritisiert. Hintergrund sind die seit Jahrzehnten schwelenden Konflikte mit dem Nachbarn Türkei. Zwischen den zwei Nato-Mitgliedern kommt es immer wieder zu starken Spannungen bis kurz vor der bewaffneten Auseinandersetzung. Es geht dabei unter anderem um Hoheitsrechte in der Ägäis und Rohstoffe wie Erdgas im Mittelmeer.

Die aktuelle internationale Lage bestärke die konservative Regierung in ihrem Vorhaben, heisst es aus Militärkreisen: Der Konflikt um Grönland zeige, dass eine Nato-Mitgliedschaft nicht automatisch vor Aggressionen eines anderen Nato-Partners schütze. Aber auch der Krieg in der Ukraine und die Instabilität im Nahen Osten werden als Gründe für die massive Aufrüstung angeführt.

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