Graubünden entscheidet über kantonales Stimmrechtsalter 16

Keystone-SDA
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Chur,

Die Stimmberechtigten des Kantons Graubünden werden an der Urne darüber entscheiden, ob das Stimm- und Wahlrecht auf Sechzehnjährige ausgeweitet werden soll. Die Änderung der Kantonsverfassung sieht vor, dass sie abstimmen und Referenden unterzeichnen dürfen, aber noch nicht gewählt werden können.

Flagge Graubünden
Die Flagge des Kantons Graubünden. - Keystone

Der Anstoss kam vor sieben Jahren während der Jugendsession. Der Antrag landete 2022 als Motion im Grossen Rat, der das Thema am Mittwoch behandelte.

Skeptische Stimmen kamen vor allem aus den Reihen der SVP, aber auch von einigen Kantonsräten der Mitte und der FDP. Nach Ansicht der Gegner verfügen Sechzehnjährige noch nicht über die politische und soziale Reife, um komplexe Entscheidungen zu treffen. Und sie seien leichter zu beeinflussen. Zudem würde es eine Diskrepanz zwischen der politischen und der zivilrechtlichen Volljährigkeit schaffen.

Letztendlich wurde die Teilrevision der Kantonsverfassung von 73 Kantonsrätinnen und Kantonsräten angenommen, 34 lehnten ab. Nun liegt der Ball bei den Stimmberechtigten. Die Herabsetzung des Stimmrechtsalters wird voraussichtlich am 27. September dieses Jahres zur Volksabstimmung kommen. Bei einer Annahme können Sechzehnjährige ab 2027 in Graubünden politisch mitbestimmen.

Betroffen sind derzeit mehr als 2800 Sechzehnjährige mit Schweizer Staatsbürgerschaft im Kanton. Das sind 2 Prozent der Stimmberechtigten. Bisher kennt nur der Kanton Glarus das Stimmrechtsalter 16 .

Versuche in anderen Kantonen sind bisher gescheitert. 2024 wurde das Begehren auf nationaler Ebene vom Parlament verworfen. Im vergangenen Jahr lehnten die Stimmberechtigten des Kantons Luzern die Herabsetzung des Stimmrechtsalters auf 16 Jahre mit fast 80 Prozent der Stimmen ab.

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Kommentare

User #4399 (nicht angemeldet)

Da kommen linke und grüne sypatisanten dann kurz auf die welt. Einmal mehr wird das volk dieses anliegen in die wüste schicken. Wer keine steuern und volljährig ist bezahlt hat nicht abzustimmen. So einfach ist es doch. Nur linke und grüne leben in einer traumwelt

User #6021 (nicht angemeldet)

Niemals 16 Jahre Abstimmungen ist sicher falsche Abstimmung ohne überlegen. Junge Menschen müssen älter Menschen lernen und wach die Augen auf, weil jungen Menschen merken nicht mehr jungen sondern älter geworden ist ganz anders.

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